Seit Mitte März lief die Grundausbildung auf Stadtebene innerhalb der Kiersper Feuerwehr.
An sieben Wochenenden haben die 13 Teilnehmer die Feuerwehr-Basics in Bereichen wie ABC, Technische Hilfe, Einheiten im Löschangriff oder auch Rechtsgrundlagen erlernt. Sonntag (7. Mai) war es dann soweit: Die Abschlussprüfung stand an.
Zunächst wurde das erlernte Wissen in Form einer theoretischen Prüfung abgefragt: 50 Fragen als Multiple Choice wie auch freie Fragestellungen, mussten beantwortet werden. Der Prüfungsausschuss in Form der Wehrleitung (Mike Budde und Andreas Pfaffenbach) konnte allen Teilnehmern zur bestandenen schriftlichen Prüfung gratulieren. Darauf folgte die praktische Prüfung.

Szenario: Potthoff & Prüschenk brennt es
Das angenommene Szenario der praktischen Prüfung: Im Dachbereich der Firma Potthoff & Prüschenk ist ein Feuer ausgebrochen.
Die Feuerwehr bedankt sich bei dem Unternehmen für die Unterstützung bei der Prüfung. Die Einsatzkräfte mussten über tragbare Leitern und vom Boden aus einen Löschangriff aufbauen. Dies erfolgte ebenfalls unter Aufsicht des Prüfungsausschusses.




„Das Fazit: Alle haben souverän die Prüfung gemeistert“, bilanziert die Feuerwehr. Wehrleiter Mike Budde und Lehrgangsleiter Dennis Ulrich gratulierten allen Teilnehmern und konnten sie in die Einheiten entlassen. Denn nun dürfen sie dort in den aktiven Einsatzdienst einsteigen und auch bei Einsätzen mitfahren.
Drei Löschzwerge von Anfang an mit dabei
Drei ehemalige Löschzwerge hebt die Feuerwehr unter den Kandidaten der Grundausbildung besonders hervor: Emely Grau, Phil Peckhaus und Celine Stegmann, denn sie waren laut Feuerwehr Gründungsmitglieder der Kinderfeuerwehr. Diese drei haben die hauseigene Karriereleiter der Kiersper Feuerwehr bestiegen, zeigt sich die Feuerwehr stolz.

„Alle anderen Kandidaten sind Quereinsteiger: Sie haben entweder irgendwann in der Jugendfeuerwehr angefangen oder sind als Erwachsene zur Feuerwehr gekommen“, so Christian Schwanke gegenüber LokalDirekt.
Kindheit und Jugend bei der Feuerwehr Kierspe
„An dem Tag, an dem sie zur Kinderfeuerwehr kamen, können sie sich alle nicht mehr richtig erinnern.
Celine und Emely sind quasi vorbelastet. Ihrer Väter sind beide aktiv in der Feuerwehr.
Bei Phil war es
einfach die Lust und das Interesse Feuerwehrmann zu werden. Die drei durchliefen die
Kinderfeuerwehr und wechselten mit zwölf Jahren in die Jugendfeuerwehr“, teilt die Feuerwehr mit. Auch hier hätten sich die drei nicht beirren lassen und seien der Feuerwehr auch während der Pubertät treu geblieben.

Angesprochen auf ihre weiteren Ziele sind sie bescheiden, verrät die Feuerwehr. „Weiter viel lernen und Erfahrungen sammeln. Primäres Ziel ist es, langsam Stufe für Stufe die Leiter weiter nach oben zu klettern. Und ganz wichtig: Jede Menge Spaß bei der Arbeit in der Feuerwehr“, werden die drei wiedergegeben.
Konzept „Kinderfeuerwehr“ aufgegangen
Claudia Grau, Einheitsführerin der Kinderfeuerwehr ist laut Mitteilung stolz auf die drei. „Aber auch auf
die Kinderfeuerwehr allgemein, auf sich und ihre Unterstützer“, wird sie wiedergegeben. „Denn so hatte man sich das bei der Gründung vorgestellt. Die Kinder schnuppern mit sechs Jahren das erste Mal Feuerwehrluft bei der Kinderfeuerwehr, besuchen die Jugendfeuerwehr und werden einige Jahre später die Einsatzabteilungen der Kiersper Wehr unterstützen“, erklärt die Feuerwehr.
Emely Grau und Phil Peckhaus werden in Zukunft beim Löschzug Stadtmitte ihren Dienst tun und Celine Stegmann beim Löschzug Vollme Neuenhaus in der Einheit Vollme.
Folgende Kameraden haben an der Grundausbildung teilgenommen:
Löschzug 1 Stadtmitte:
Phil Peckhaus, Emely Grau, Sophie Schygulla, Lukas Jasinski, Leon Hallmann, Willi Enders
Löschzug 3 Rönsahl:
Patrick Stüttgens, Florian Grohnert, Marvin Tietze
Löschzug 4 Vollme:
Rene Steinkühler, Celine Stegmann, Robin Krumm
Löschgruppe Neuemühle, Feuerwehr Herscheid:
Tom Grüber









