Schmerzen in der Brust, Luftnot, Schweiß, Schwindelgefühl. Was tun? „Sofort 112 wählen“, weiß Marwa. Sie war Lehrerin im Irak. Zusammen mit einem Dutzend anderer Teilnehmer will sie ihre Sprachkenntnisse verbessern.
Alle gehören zum freiwilligen Deutschkurs, den Birgit Claus und Astrid Kahlke zweimal wöchentlich im Jugendzentrum anbieten – mit Unterstützung der Stadt. Für das Thema "Erste Hilfe" ging es am Montag, 16. März, ins DRK-Heim am Hohschlader Weg. Joachim Abel, erfahrener Ersthelfer und stellvertretender Vorsitzender des DRK Meinerzhagen, führte die Kursteilnehmer mit Migrationshintergrund in die Grundlagen der Ersten Hilfe ein.
Übung an Dummies Einen Schwerpunkt legte er auf das Verhalten bei lebensbedrohlichen Situationen. Den theoretischen Einführungen folgte die praktische Übung an Dummies. Während sich Marwa und die Ukrainerin Vira auf den Boden legen und hilflose Personen mimen, üben die Pakistani Sonya und die türkisch-stämmige Zerah an ihnen die stabile Seitenlage. Später setzen alle aus der Gruppe ihre ganze Kraft ein, um mit Herzdruckmassage und dem Einsatz eines Defibrillators an zwei Dummies Wiederbelebungsmaßnahmen zu üben.
Fotogalerie
Nach gut zwei Stunden bedankten sich die Teilnehmer mit Applaus bei Joachim Abel für den Unterricht. Einige waren erstaunt, welcher Kraftaufwand nötig ist, um etwa bei der Herz-Druck-Massage oder Mund-zu-Nase-Beatmung die Vitalfunktionen zu erhalten.
Alltagssituationen im Mittelpunkt In dem Deutschkurs, jeweils montags und mittwochs vormittags, stehen Alltagssituationen im Mittelpunkt. Die Teilnehmer sollen dadurch sicherer agieren können und lernen, praktische Herausforderungen wie Einkäufe, Arztbesuche oder Notfälle zu bewältigen. Die Lehrerinnen setzen dabei auf die Verbindung von Theorie und Praxis: learning by doing.









