Beim Energiestammtisch am 21. April hat Referent Gerd Clever vor einem erneuten Einbruch beim Ausbau erneuerbarer Energien gewarnt. Hintergrund sind geplante Änderungen am Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sowie das sogenannte Netzpaket 2026.

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Clever erinnerte an frühere Einschnitte: 2012 in der Solarbranche und 2017 bei der Windenergie. Damals hätten Kürzungen und Ausbaugrenzen zu massiven Rückgängen geführt. „Die Folge war ein Einbruch der Erneuerbaren und eine Stärkung fossiler Energieträger“, so Clever.

Auch die aktuellen Pläne sieht er kritisch. Künftig sollen kleinere Photovoltaik-Anlagen unter 25 Kilowatt ihren Strom verstärkt selbst vermarkten, statt eine feste Vergütung zu erhalten. Das könne den Ausbau privater Anlagen bremsen.

Gravierender bewertet Clever das geplante Netzpaket: Regionen mit Netzengpässen könnten als „kapazitätslimitiert“ gelten, wodurch neue Anlagen nur eingeschränkt angeschlossen würden. Zudem müssten Betreiber unter Umständen auf Entschädigungen verzichten oder zusätzliche Kosten tragen.

Clever befürchtet, dass diese Maßnahmen den Ausbau von Solar- und Windenergie ausbremsen könnten. „Es droht eine Vollbremsung für die Energiewende“, warnte er.