Gelungener Auftakt in eine neue sportliche Zeitrechnung: Die SGSH Dragons haben ihr erstes Spiel nach dem Abstieg aus der 3. Liga überzeugend gewonnen. Am ersten Spieltag der Regionalliga Westfalen setzte sich die Mannschaft von Neu-Trainer Jens Gawer am Samstag, 5. September, in der Sporthalle Mühlenstraße zu Halver mit 41:31 (20:17) gegen den HC Westfalia Herne durch.

Von Nervosität war den Gastgebern zu Beginn kaum etwas anzumerken. Brian Gipperich eröffnete nach gut zwei Minuten den Torreigen, ehe Erik Blaauw, Felix Jaeger und Julian Athanassoglou die frühe Führung ausbauten. Während Herne beim Siebenmeter das Tor liegen ließ, präsentierten sich die Dragons von Beginn an offensivfreudig und temporeich. Innerhalb von etwas mehr als vier Minuten zog die SGSH von 1:1 auf 5:1 davon. Spätestens beim 8:3 durch Felix Jaeger nach gut zehn Minuten sah sich Gästetrainer Carsten Buszyk zur ersten Auszeit gezwungen.

Und die Unterbrechung zeigte Wirkung: Herne stabilisierte sich und fand nun vor allem über Jasper Meier, Henrik Komisarek und den bereits im Vorfeld als Schlüsselspieler ausgemachten Emil Weste besser in die Partie. Die Gäste verkürzten zunächst auf 9:7, Felix Jaeger stellte mit zwei Treffern in Folge den alten Abstand wieder her. Der Torgarant war von der Herner Deckung kaum zu kontrollieren und prägte das Angriffsspiel der Dragons mit hoher Abschlussqualität. Dennoch gelang es der SGSH nicht, sich frühzeitig entscheidend abzusetzen.

Felix Jaeger nicht zu bändigen

Nach dem 12:9 durch Lukas Pacek nutzten die Gäste eine Zeitstrafe gegen Brian Gipperich und rückten beim 12:11 erstmals wieder bis auf einen Treffer heran. Jens Gawer reagierte mit seiner ersten Auszeit. Fortan entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dem die Dragons zwar stets vorlegten, Herne aber hartnäckig den Anschluss hielt. Über 14:12 und 16:14 blieb die Begegnung bis in die Schlussphase der ersten Halbzeit umkämpft. Gipperich erhöhte kurz vor der Sirene auf 20:16, ehe Simon Czerkawski mit dem letzten Treffer des ersten Durchgangs den 20:17-Pausenstand herstellte.

Auch nach dem Seitenwechsel legten die Dragons den ersten Treffer vor. Athanassoglou stellte auf 21:17, Herne blieb zunächst jedoch auf Tuchfühlung. Mehrfach verkürzten die Gäste auf drei Tore, während die SGSH durch die Jaeger-Brüder und Gipperich dagegenhielt. In dieser kritischen Phase bewiesen die Dragons jene Ruhe, die letztlich den Unterschied ausmachte. Gipperich beendete einen Herner Lauf umgehend, ein vergebener Siebenmeter der Gäste eröffnete der SGSH anschließend die Gelegenheit, wieder davonzuziehen. Felix Jaeger traf zum 27:24 und beantwortete auch Westes folgenden Treffer postwendend. Christopher Börner erhöhte schließlich auf 29:25 und zwang Herne in der 47. Minute zur nächsten Auszeit.

Ungefährdeter Start-Ziel-Sieg

Die Gäste stemmten sich weiterhin gegen die Niederlage, kamen aber nicht mehr entscheidend heran. Jaeger und Börner hielten den SGSH-Angriff auf Touren, während Herne einen weiteren Siebenmeter ungenutzt ließ. Vom 29:26 setzten sich die Dragons über 32:26 auf 35:27 ab. Spätestens jetzt war der Widerstand der Gäste weitgehend gebrochen. Die Gawer-Sieben spielte ihre Angriffe weiterhin konsequent aus und zeigte auch in der Schlussphase keine Anzeichen, das Tempo herauszunehmen.

Mit 41 erzielten Treffern unterstreichen die SGSH Dragons zum Saisonauftakt ihre Qualität – und wann immer Herne drohte, die Begegnung tatsächlich zu drehen, fanden die Dragons die richtige Antwort. So steht am Ende ein verdienter Start-Ziel-Sieg, der Jens Gawer einen Einstand nach Maß beschert und der SGSH für die bevorstehenden Aufgaben Rückenwind geben dürfte. Über allem thront an diesem Abend Felix Jaeger, dessen 20 Treffer maßgeblichen Anteil an einem rundum gelungenen Regionalliga-Auftakt haben.

Match Facts

SGSH Dragons 41:31 HC Westfalia Herne

SGSH Dragons: Gipperich (6), M. Jaeger (2), Pacek (1), Płatę, Loeher, Bach (1), Bulk, N. Jannack (1), L. Jannack, Athanassoglou (3), Blaauw (2/2), Börner (4), F. Jaeger (20), Ploeger (1).

Schiedsrichter: Hendrik Zoghbi, Florian Mohr.

Siebenmeter: SGSH 2/3 (verworfen: Blaauw) – HCWH 3/6 (verworfen: Meier/2, Czerkawski/1)

Zeitstrafen: SGSH 1 – HCWH 6