Europa ist in diesem Wochen in aller Munde. Was lag also näher, als mit den Freunden aus Montigny ein gemeinsames Wochenende in der Stadt Karls des Großen, den sowohl die Deutschen als auch die Franzosen als ihren Staatsgründer betrachten, zu verbringen.
Politik war aber Nebensache bei diesem Treffen der Freunde aus Halver und Montigny. Da alle die Aachener Printen kennen, war es nur folgerichtig, nach dem Einchecken im Hotel eine Stadtführung zum Thema „Süßes Aachen“ einzuplanen. Der Weg ging vorbei am Dom bis zu dem berühmten Rathaus, wo Menschen, die sich um Europa besonders verdient gemacht haben, mit dem Karlspreis geehrt werden.
Süßes Aachen war durchaus wörtlich zu nehmen, weil bei den unterschiedlichen Printenbäckern immer wieder Kostproben gereicht wurden. Zum Abschluss der Führung gab es noch den berühmten Aachener Reiskuchen im traditionellen Café Van Den Daele. In den gemütlichen und verwinkelten Räumen des alten Gebäudes aus dem 17. Jahrhundert saßen die Freunde lange zusammen und hatten sich viel zu erzählen.
Das Highlight des Tages war die Domführung. Der Aachener Dom – UNESCO Weltkulturerbe seit 1978, bis 1531 Krönungsort der deutschen Könige und Grabeskirche Karls des Großen. Viele Epochen hatten der ursprünglichen Kirche Neues hinzugefügt. Bronze, Marmor, Beleuchtung und wunderschöne Goldmosaiken schaffen eine ganz besondere Atmosphäre. Nach dem Abendessen im Brauhaus „Zum goldenen Schwan“ hatten die Franzosen noch gemeinsame Ratespiele organisiert und so klang ein schöner, abwechslungsreicher Tag aus.
Der Sonntag war noch einmal Karl dem Großen gewidmet. Das Centre Charlemagne, das neue Stadtmuseum in Aachen, lässt die Geschichte Aachens ebenso lebendig werden, wie die Rolle, die Karl der Große darin spielte. Besonders deutlich wird dies in vier Epochen, in denen die Stadtgeschichte aufs Engste mit der Geschichte Europas verbunden war. Bei einer Führung durch das Museum wurde für die Reisegruppe die gesamte Stadtgeschichte Aachens von der frühen Besiedlung über die römische Stadt und die Pfalz der Karolinger, über den mondänen Kurort bis zur heutigen vielfältigen Europastadt eindrucksvoll erlebbar.
Nach einem deftigen deutschen Mittagessen mit Sauerbraten und Schweinshaxe im „Goldenen Schwan“ und reichlich Printen im Gepäck, hieß es dann am Nachmittag Abschied nehmen. Schon jetzt freuen sich alle auf ein Wiedersehen der Partnerschaftsvereine im September zum Stadtfest in Kierspe.









