Ein kleiner Schaden könnte man meinen. Doch wie so oft liegt das eigentliche Verbrechen nicht auf dem Boden, sondern auf der Richterbank: Worum es genau in Heinrich von Kleists Theaterstück geht, wird am Donnerstag, 15. Januar, im Kulturhaus in Lüdenscheid aufgeklärt.
Heinrich von Kleists "Der zerbrochene Krug" sei keine harmlose Dorfkomödie, sondern vielmehr eine präzise Demontage staatlicher Autorität, heißt es in der Ankündigung zur Aufführung im Kulturhaus: "Dorfrichter Adam — schwitzend, verletzt, verlogen — steht für ein System, das seine eigene Schuld mit juristischem Pathos übertönt. Rechtsprechung wird zur Farce, Wahrheit zur Gefahr. Was hier verhandelt wird, ist Machtmissbrauch: sexuelle Nötigung, Erpressung, Einschüchterung. Adam herrscht nicht durch Argumente, sondern durch Angst. Wer unten steht, schweigt — aus Notwendigkeit. Wer oben sitzt, lügt — aus Kalkül. Der Krug zerbricht, weil das System längst Risse hat."
Tickets und Eintrittspreise
Für das Theaterstück „Der zerbrochene Krug. Tambora“ am Donnerstag, 15. Januar, um 19.30 Uhr gibt es noch einige Karten, ab 13 Euro (zuzüglich Gebühren). Für Schüler wird im Rahmen eines Jugend-Zusatzangebots ein Rabatt in Höhe von 50 Prozent auf den Ticketpreis gewährt.
Die Karten können an der Theaterkasse (Telefon 0 23 51/17 12 99), im Webshop des Kulturhauses und — abhängig von der Verfügbarkeit — an der Abendkasse vor der Veranstaltung erworben werden. An der Abendkasse gilt ein erhöhter Eintrittspreis. Zusätzlich sind Karten im "Klein Oho" im Sterncenter Lüdenscheid erhältlich.
Für die Veranstaltung bietet das Ensemble zusätzlich ein Einführungsgespräch ab 19 Uhr an.










