Ein Trödelmarkt, der sich durch ein ganzes Dorf zieht. Statt Gedrängel auf einem Platz lässt sich bei einem gemütlichen Bummel durch den Ort hier und da ein Schnäppchen ergattern. Diese besondere Form der Veranstaltung haben die Dorfpaten gewählt und damit viele Interessenten nach Rönsahl gelockt.
Zum ersten Mal veranstalteten die Dorfpaten Rönsahls am Samstag, 20. Juni einen „Dorftrödel“. Eine ganz besondere Art, einen Flohmarkt zu organisieren, denn alle 60 Teilnehmer blieben mit ihren Ständen vor der eigenen Haustür. Eine Karte, auf der alle teilnehmenden Adressen eingezeichnet waren, half den Besuchern, den Trödel zu finden und sich bei der Gelegenheit auch Rönsahl selbst anzuschauen.
Dorfpatin Bella Hettich kannte diese Art von Flohmarkt aus der Zeit, in der sie in Hannover lebte. Sie war von der Idee so angetan, dass sie sie den anderen Dorfpaten vorschlug und dabei auf vollen Zuspruch traf. „Die Einfachheit der Veranstaltung gefällt mir. Man muss seine Gegenstände nur in die Einfahrt bringen“, so Hettich.
Diese Meinung teilten auch die restlichen Organisatoren, die zwei Monate in die Planung investierten: „Der Charme der Veranstaltung liegt darin, dass es keine zentrale Stelle gibt. Es ist alles sehr niederschwellig, keine Standgebühr, alles ist Zuhause“, erklärte Holger Scheel, einer der Dorfpaten.
Im Gespräch mit LokalDirekt verrieten die Dorfpaten, dass auch Besucher aus den umliegenden Städten, bis hin nach Lüdenscheid, den Weg ins Kiersper Dorf gefunden haben und die Idee und die Umsetzung besonders gut fanden.
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Aufgrund der durchweg positiven Resonanz planen die Organisatoren, die Veranstaltung eventuell sogar jährlich durchzuführen. Was herausragend geklappt hätte, sei die „Mund-zu-Mund“-Propaganda gewesen. Scheel freute sich, dass der Dorftrödel zwischen vielen anderen Veranstaltungen herausstach. „Es ist sehr persönlich gehalten, deswegen kommen die Menschen“, so Scheel.
Die Dorfpaten, die mit ihren Ideen in Rönsahl schon viel bewirkt haben, werben bei dieser Gelegenheit gleich um neue Mitglieder. "Jeder hat Eigenschaften, die er bei uns einbringen kann“, ist sich Ulrich Finke, einer der engagierten Dorfpaten, sicher.






