Die CDU möchte die langfristige Entwicklung neuer Wohnbauflächen vorantreiben und sieht insbesondere Handlungsbedarf bei Wohnraum für Familien, Fachkräfte und Senioren.

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Neue Wohnbaugebiete prüfen, den Regionalplan auswerten und ein Konzept für die künftige Wohnraumentwicklung erarbeiten: Mit einem Antrag für die Ratssitzung am Montag, 6. Juli, möchte die CDU-Fraktion die Weichen für eine langfristige Entwicklung neuer Wohnbauflächen in Schalksmühle stellen.

Nach Ansicht der Christdemokraten müsse sich die Gemeinde frühzeitig mit möglichen Wohnbauflächen beschäftigen. Hintergrund sei unter anderem der inzwischen rechtskräftige Regionalplan der Bezirksregierung Arnsberg. "Damit gibt es eine neue, aktuelle Planungsgrundlage, die wir jetzt systematisch für Schalksmühle auswerten sollten", erklärt der Fraktionsvorsitzende André Krause auf Nachfrage von LokalDirekt.

Wohnraum und Arbeitsplätze gemeinsam denken

Aus Sicht der CDU steht der Antrag zudem in engem Zusammenhang mit dem ebenfalls eingereichten Vorstoß zur Entwicklung neuer Gewerbeflächen. "Arbeitsplätze und Wohnraum gehören zusammen. Wer Unternehmen und Fachkräfte gewinnen will, muss beiden etwas anbieten können", so Krause.

Nach Ansicht der CDU dürfe sich die Gemeinde dabei nicht allein an der aktuellen Nachfrage orientieren. "Wer erst dann mit der Planung beginnt, wenn die Nachfrage da ist, kommt Jahre zu spät", sagt Krause. Von der ersten Idee bis zur Ausweisung neuer Baugebiete vergingen häufig mehrere Jahre. Deshalb müsse Schalksmühle bereits heute die Voraussetzungen für künftige Entwicklungen schaffen.

Fokus auf Familien, Fachkräfte und Senioren

Ginge es nach der CDU, dann soll sich die Wohnraumentwicklung an unterschiedlichen Zielgruppen orientieren. Im Blick habe die Fraktion insbesondere junge Familien und Fachkräfte mit Arbeitsplatzbindung an die Region. Gleichzeitig müssten jedoch auch passende Wohnangebote für Senioren geschaffen werden: "Wenn ältere Menschen barrierearme Wohnungen finden, werden gleichzeitig Bestandshäuser für Familien frei", erklärt Krause.

Gesamtes Gemeindegebiet im Blick

Konkrete Flächen nennen die Christdemokraten in ihrem Antrag bewusst noch nicht. Zunächst solle die Verwaltung ergebnisoffen prüfen, welche Flächen im Regionalplan ausgewiesen oder potenziell für eine Wohnbebauung geeignet seien. Dabei solle das gesamte Gemeindegebiet berücksichtigt werden — ausdrücklich auch das Höhengebiet.

Nach Ansicht der CDU stoße das Volmetal aufgrund seiner Topografie zunehmend an Grenzen. Im Höhengebiet, etwa rund um Heedfeld und Hülscheid, sehe die Fraktion dagegen Potenzial für eine künftige Wohnraumentwicklung.

Innenentwicklung hat Vorrang

Gleichzeitig spricht sich die Partei dafür aus, bestehende Flächen im Ort zunächst besser zu nutzen: "Für uns gilt der Grundsatz: Innenentwicklung vor Außenentwicklung", betont Krause. Nachverdichtungen innerhalb bestehender Siedlungsbereiche hätten Vorrang. Wo darüber hinaus neue Wohnbauflächen erforderlich seien, sollten diese flächensparend und gut angebunden entwickelt werden.

Beratung im Rat

Der Antrag der CDU steht am Montag, 6. Juli, erstmals auf der Tagesordnung des Rates. Anschließend soll er voraussichtlich zur weiteren Beratung in die zuständigen Fachausschüsse verwiesen werden.