Anfang August traf sich die CDU-Bundestagsabgeordnete Tijen Ataoğlu in Lüdenscheid mit Dirk Burghaus, dem Vorsitzenden des Vorstands der Sportklinik Hellersen, sowie Stefan Klett, Präsident des Landessportbundes Nordrhein-Westfalen und der Sporthilfe NRW. Thema des Treffens war das Ziel, Deutschland im internationalen Spitzensport stärker aufzustellen und die Olympiaperspektive voranzubringen.
Im Mittelpunkt des Austauschs standen das Mitte Juli vom Bundestag verabschiedete Sportfördergesetz, die Bewerbung um die Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 in Deutschland sowie die Bedeutung einer leistungsfähigen sportmedizinischen Infrastruktur.
Neue Grundlage für die Spitzensportförderung
Bereits 2016 hatten das Bundesministerium des Innern (BMI) und der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) zusammen mit der Sportministerkonferenz der Länder ein Reformkonzept zur Neustrukturierung des Leistungssports beschlossen, um Deutschland im internationalen Spitzensport nachhaltig zu stärken und die Chancen auf sportliche Erfolge bei internationalen Wettkämpfen sowie bei Olympischen und Paralympischen Spielen zu verbessern. Mit dem Sportfördergesetz sollen nun weitere notwendige Reformschritte eingeleitet und die Spitzensportförderung des Bundes erstmals auf eine einheitliche und transparente gesetzliche Grundlage gestellt werden.
„Ziel ist es, die Rahmenbedingungen für Athleten und Trainer nachhaltig zu verbessern und damit insgesamt die Voraussetzungen für größere internationale Erfolge zu schaffen“, sagt CDU-Abgeordnete Tijen Ataoğlu, die vor der Sommerpause für den Gesetzentwurf im Deutschen Bundestag gestimmt hatte. Herzstück des Gesetzes ist die Errichtung einer unabhängigen Spitzensport-Agentur als Stiftung des öffentlichen Rechts.
Diese soll zentrale Aufgaben der Förderung und sportfachlichen Steuerung bündeln, um Deutschlands Chancen auf eine erfolgreiche Teilnahme an internationalen Wettkämpfen deutlich zu erhöhen. Dies gilt auch im Hinblick auf eine Bewerbung um die Olympischen und Paralympischen Spiele. Am 26. September entscheidet der DOSB, welcher Kandidat Deutschland im internationalen Bewerbungsverfahren vertreten soll. Aktuell sind Berlin, München und die Region "KölnRheinRuhr" im Rennen.
Sportmedizinische Infrastruktur auf Olympia-Niveau
Gegründet wurde die orthopädische und sportmedizinische Fachklinik 1946 von der heutigen Sporthilfe NRW, um verletzten Sportlern eine angemessene medizinische Versorgung zu ermöglichen. Seit 1998 ist die Sportmedizin der Sportklinik Hellersen zudem offizielles Sportmedizinisches Untersuchungszentrum des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). Erst im Mai wurde die Akkreditierung erneut bestätigt und bis 2034 verlängert. Damit gehört die Abteilung weiterhin zu den bundesweit 29 DOSB-Untersuchungszentren für die medizinische Betreuung von Spitzen- und Olympiasportlern.
Im Rahmen des Besuchs informierte sich Tijen Ataoğlu außerdem über die medizinischen und strategischen Zukunftsprojekte der Sportklinik Hellersen. Dazu gehören unter anderem das Robotik-Zentrum der Endoprothetik Hellersen, das Deutsche Wirbelsäulen- und Skoliosezentrum, die Einrichtung einer neuen KI-Stabsstelle für digitale Transformation sowie der Aufbau eines internationalen medizinischen Kooperationsnetzwerks in der Region Middle East.









