Gründonnerstag: Viel Betrieb vor der Stadthalle. Aufgrund des stillen Feiertages am Karfreitag wurde der Wochenmarkt um einen Tag nach vorne gelegt. Aber auch für einen Markttag war ungewöhnlich viel los - und auch die Zahl der Händler war größer als sonst. Grund sind Osteraktionen von verschiedenen Organisationen.

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Jedes Jahr zu Ostern ist der CVJM auf dem Markt präsent. Mehr als 2000 Eier hatten die Vereinsmitglieder im Vorfeld bestellt. Gut die Hälfte sind Bio-Eier. Sie wurden von den Ehrenamtlern selbst gefärbt – in Pastelltönen. Herkömmliche Eier fielen durch kräftige Farben auf. Eine Woche vor dem Markt rührten die CVJM-Mitglieder die Farben an und kochten Eier in Masse, um die bunte Ware unter die Leute zu bringen. Eine Aktion mit Tradition.

„Wir haben das Glück, dass es Leute gibt, die sich seit Jahren kümmern und alles im Blick haben“, wies Florian Theis auf feste Strukturen hin, die sich lange bewährt haben. Zehn junge Leute arbeiten in dem Team mit. Im Duo mit Christine Büscher verkaufte er die Eier am Marktstand. Einige Kunden kamen spontan, andere bestellten vor. Der Erlös, jedes Jahr zwischen 400 und 500 Euro, fließt in ein Hilfsprojekt in Afrika.

Parteien bringen ihre Farbe ins Spiel

Tradition pflegten auch andere Markt-Teilnehmer. Die SPD verteilt vor Ostern rote Eier auf dem Wochenmarkt. Etwa 400 Eier gingen über den Tisch, meist verbunden mit kurzem Gespräch, so Rolf Puschkarsky. Der Fraktionsvorsitzende warb für die Ostereiersuche am Samstag, 4. April. Familien mit Kindern können sich zwischen 11 und 14 Uhr im Volkspark auf die Suche begeben.

Knackig und würzig präsentieren sich, ebenfalls schon seit Jahren, die Grünen. Mitglieder des Ortsverbands verteilten Schalen mit Kresse. Grün - passend zum Parteinamen, aber auch zum Zeitpunkt: jeweils an Gründonnerstag. Dazu gab es noch ein Tütchen Samen, um selbst in Sachen Natur aktiv zu werden.

Eine Tradition endete am 2. April. Nach 35 Jahren ist für Tina und Frank Hinz Schluss, zumindest mit dem Käsestand. Frank Hinz führte dafür personelle Gründe an. Den Stand mit Kartoffeln und Zwiebeln betreiben die Dortmunder Händler weiter. Und für den Käsestand komme Ersatz, so Frank Hinz. Eine Kollegin werde ab 17. April seine Nachfolge antreten.