Die Wählergemeinschaft „Wir machen Lüdenscheid“ hat im Vorfeld eines Beratungsgesprächs mit der Stadtverwaltung auf ihrer Homepage einen umfangreichen Fragenkatalog zum geplanten Erwerb des ehemaligen P&C-Gebäudes veröffentlicht. Er umfasst 125 Fragen an die Verwaltung. Die Wählergemeinschaft erhofft sich klare Antworten.
Ein erster Austausch soll in Kürze bei einem Treffen zwischen den Vorstandsmitgliedern Zdenka Schwabbauer und Marco Radoux sowie Kämmerer Sven Haarhaus und dem ehemaligen Bürgermeisterreferenten Frank Kuschmierz stattfinden. Dabei sollen Fragen im Zusammenhang mit dem angekündigten Bürgerbegehren gegen die geplante Investition in Höhe von 47,5 Millionen Euro erörtert werden.
Der vom gesamten Vorstand erarbeitete Katalog umfasst 125 Fragen in 22 Themenblöcken. Nach Angaben der Wählergemeinschaft soll er dazu beitragen, die Entscheidungsgrundlagen des Projekts nachvollziehbar zu machen. Ziel sei es, offene Fragen zu klären und die Beweggründe von Verwaltung und Politik für den geplanten Erwerb transparent darzustellen.
Es geht um Wirtschaftlichkeit und Risiken
Im Mittelpunkt stehen unter anderem die Wirtschaftlichkeit des Projekts, die Berechnung der angekündigten Mietkosteneinsparungen, die Zahl der vorgesehenen Arbeitsplätze im neuen Verwaltungsgebäude sowie Risiken bei Baukosten, Zinsentwicklung und möglichen Schadstoffen. Zudem fordert die Wählergemeinschaft eine Übersicht über den Sanierungs- und Investitionsbedarf der Stadt sowie eine Priorisierung geplanter Investitionen.
Weitere Fragen betreffen Fördermöglichkeiten, den Betrieb der geplanten Multifunktionshalle sowie die Vermietungsstrategie des Gebäudes. Darüber hinaus hinterfragt die Wählergemeinschaft, warum die Stadt das Gebäude erwerben und als Investor auftreten soll, anstatt – wie ursprünglich diskutiert – lediglich Ankermieter zu werden. Sie fordert hierzu eine nachvollziehbare Wirtschaftlichkeitsbetrachtung und eine Erläuterung der Gründe für den Strategiewechsel.






