Die Baustelle in Kierspe auf der Friedrich-Ebert-Straße raubt manchem Verkehrsteilnehmer und auch Anwohner die Nerven. Gerade im Berufsverkehr quälen sich die Lkw und Pkw über die zum Teil enge, kurvenreiche Straße, es bilden sich Rückstaus. Noch bis voraussichtlich Mitte September wird die Maßnahme und somit alle Einschränkungen auf der L528 Bestand haben, weiß die Stadt Kierspe.
Unlängst regte sich Kritik an der Baumaßnahme, findet sie doch zu einer Zeit statt, in der die L528 ohnehin mit einer Verkehrsmehrbelastung durch die A45-Sperrung konfrontiert ist. Für viele Bürger ist das unverständlich. Kritik, die man bei den Stadtwerken Kierspe zwar vernimmt, aber auch erklären kann. So heißt es auf Anfrage von LokalDirekt, dass die Maßnahme bereits seit drei Jahren geplant und einem mehrjährigen Genehmigungsverfahren unterlaufen sei. Damals habe man die Brückensperrung auf der A45 schlichtweg nicht ahnen können. Die von langer Hand geplante Maßnahme nun „mal eben“ zu verschieben, sei daher nicht möglich.
Auch den Vorwurf, es werde auf der Baustelle derzeit nicht gearbeitet, können die Stadtwerke Kierspe aus dem Weg räumen: Derzeit würden die neu verlegten Leitungen gespült und Wasserproben durch ein Labor entnommen und untersucht. Der Einbau von Trinkwasserleitungen unterliege strengen Auflagen. Erst wenn das Ergebnis dieser Proben vorliegt, könne an der Baustelle selbst weitergearbeitet werden. „Es sieht so aus, als passiert nichts auf der Baustelle, aber das stimmt nicht. Die Arbeiten laufen gerade einfach an anderer Stelle.“
Im Sinne aller Verkehrsteilnehmer und Anwohner seien die Stadtwerke darauf bedacht, die Baumaßnahme in Kierspe-Dorf „so schnell wie möglich“ zu beenden.









