Ennepetal. Das neue Gefahrenabwehrzentrum (GAZ) des Ennepe-Ruhr-Kreises nimmt weiter sichtbar Gestalt an. Bei einem Ortstermin verschafften sich Landrat Jan-Christoph Schaberick und der Bauausschuss einen Überblick über den Fortschritt.

Überregionale Nachrichten

Moderne Infrastruktur für den Einsatz

Künftig wird die Einrichtung zentrale Anlaufstelle für mehr als 4000 Ehren- und Hauptamtliche in der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr sein. Auf rund 17.500 Quadratmetern entstehen seit August 2023 an der Strückerberger Straße Büros, Fahrzeug- und Lagerhallen sowie eine neue Leitstelle für Feuerwehr und Rettungsdienst. Ergänzt wird das Zentrum durch moderne Schulungsräume und Übungsanlagen für realitätsnahes Training — unabhängig vom Wetter.

Großprojekt nimmt Form an

Nach der Fertigstellung des Rohbaus Ende 2025 schreitet der Bau planmäßig voran. So wird derzeit beispielsweise an dem fünfgeschossigen Gebäudetrakt derzeit die Holzfassade montiert, während die Klinkerfassaden im Erdgeschoss sowie an den hofseitigen Bauteilen bereits fertiggestellt, Fenster eingebaut und Sektionaltore für Werkstätten und Fahrzeughallen montiert sind. Auch im Inneren liegen wichtige Gewerke wie Heizung, Lüftung und Elektrotechnik nach Angaben der Kreisverwaltung im Zeitrahmen.

Landrat Jan-Christoph Schaberick (links) machte sich gemeinsam mit einigen Mitgliedern des Bauausschusses bei einem Rundgang vor Ort ein Bild vom Neubau des Gefahrenabwehrzentrums.
Foto: UvK | Ennepe-Ruhr-Kreis

In den nächsten Wochen stehen noch zwölf komplexe Vergaben an. Dazu zählen unter anderem die Leitstellentechnik und die IT-Infrastruktur. Weitere Ausschreibungen betreffen Gewerke, die für den späteren Einsatzbetrieb des Gefahrenabwehrzentrums erforderlich sind. „Die Vergaben erfolgen sukzessive im Einklang mit dem Baufortschritt und bilden einen wichtigen nächsten Schritt auf dem Weg zur Inbetriebnahme“, so die Kreisverwaltung.

Effizienz durch Bündelung

Das Bündeln und Zusammenführen bisher auf verschiedene Orte im Ennepe-Ruhr-Kreis verteilter Aufgaben des Bevölkerungsschutzes bewerteten auch die Mitglieder des Bauausschusses als klaren Pluspunkt für Effizienz und Einsatzfähigkeit: Mit dem Gefahrenabwehrzentrum entstehe ein zentraler Baustein für einen Bevölkerungsschutz, der sich zielgerichtet und zukunftsorientiert aufsteigende Risiken einstelle.

„Die künftigen Strukturen des Zentrums sind inzwischen natürlich noch deutlicher erkennbar als beim Richtfest im September letzten Jahres — unabhängig davon gilt erfreulicherweise: Sowohl beim Budget als auch beim Baufortschritt läuft alles nach Plan“, so Schaberick am Ende seines Rundgangs.