Die Märkische Verkehrsgesellschaft (MVG) hat im Geschäftsjahr 2025 erneut mehr Fahrgäste befördert und ihre Einnahmen im Linienverkehr gesteigert. Das geht aus dem Geschäftsbericht hervor, den die Geschäftsführung am 15. Juli im Rahmen der Gesellschafterversammlung in Plettenberg vorgestellt hat.
Die Zahl der Fahrgäste stieg im Vergleich zum Vorjahr um mehr als fünf Prozent auf 31,3 Millionen. Gleichzeitig erhöhten sich die Einnahmen im Linienverkehr um knapp drei Prozent auf rund 36,7 Millionen Euro. Nach Angaben der Geschäftsführung setzt sich dabei der Trend fort, dass Fahrgäste verstärkt von Einzel- und Zeittickets auf Abonnements – insbesondere das Deutschlandticket – umsteigen.
Jahresfehlbetrag verschlechtert
Trotz der positiven Entwicklung verschlechterte sich der Jahresfehlbetrag auf 30,7 Millionen Euro. Grund dafür sind vor allem gestiegene Personal- und Materialkosten. Das Defizit fiel jedoch um mehr als fünf Millionen Euro geringer aus als ursprünglich geplant.
Auch bei der Modernisierung des Unternehmens wurden 2025 wichtige Fortschritte erzielt. Die MVG nahm die ersten beiden Elektrobusse vom Typ eCitaro in Betrieb und schloss den Aufbau der Ladeinfrastruktur in Lüdenscheid ab. Für die Umstellung der Busflotte auf emissionsarme Antriebe konnte das Unternehmen Fördermittel von mehr als 9,2 Millionen Euro einwerben.
Eigene Busfahrer ausgebildet
Im Personalbereich entspannte sich die Lage durch die Ausbildung eigener Busfahrer, sodass der aktuelle Bedarf gedeckt werden konnte. Gleichzeitig treibt die MVG die Digitalisierung und die Weiterentwicklung ihres Angebots voran. So startete Anfang 2025 gemeinsam mit dem Märkischen Kreis die Mobilitätsdatenplattform, die mithilfe anonymisierter Fahrgastdaten eine bedarfsgerechtere Planung des ÖPNV ermöglichen soll. Zudem wurde das On-Demand-Angebot „BEA“ fortgeführt.
Mit Blick auf die kommenden Jahre sehen Kreis und MVG angesichts angespannter kommunaler Haushalte Herausforderungen für den öffentlichen Nahverkehr. Ziel sei es, das Angebot wirtschaftlich tragfähig, flexibler und stärker an der tatsächlichen Nachfrage auszurichten.










