In Breckerfeld hat sich die Situation rund um die Altkleiderentsorgung zuletzt deutlich verändert. Nahezu alle Sammelcontainer – sowohl vom Deutschen Roten Kreuz als auch vom Ennepe-Ruhr-Kreis – wurden entfernt. Am Standort Langscheider Straße steht derzeit nur noch ein einzelner Container. Die Folge: Der Behälter ist häufig überfüllt, Altkleidersäcke werden vermehrt daneben abgestellt.
Kreis verweist an die Kommune
Auf schriftliche Anfrage von LokalDirekt verweist der Ennepe-Ruhr-Kreis auf eine veränderte Rechtslage: „Seit der Novelle des Kreislaufwirtschaftsgesetzes sind die Kommunen für die Sammlung und den Transport von Alttextilien zuständig.“ Und obwohl der Anfrage eine Aufnahme des überfüllten Containers an der Langscheider Straße vom 1. Januar 2026 beigefügt war, erklärte der Kreis in seinem Antwortschreiben am Mittwoch, 7. Januar, dass der Ennepe-Ruhr-Kreis bereits seit Juni 2025 keine eigenen Altkleider-Sammelcontainer mehr im Umlauf habe — und verwies die Redaktion an die Stadt Breckerfeld.
Stadt übernimmt Sammlung
Von dort kommt nun Klarheit: „Seit dem 1. Januar 2026 ist die Stadt Breckerfeld offiziell für die Altkleidersammlung verantwortlich“, bestätigen Bürgermeister André Dahlhaus und Ordnungsamtsleiter Andreas Bleck am Donnerstag, 8. Januar. Hierfür sei die Firma AHE beauftragt worden. Allerdings habe deren kurzfristige Aufgabenübernahme dazu geführt, dass neue Container noch nicht rechtzeitig geliefert werden konnten. „Ich hoffe, dass diese in den kommenden Tagen aufgestellt werden können, wenn sich die Wetterlage etwas beruhigt hat“, so Bleck.
Einfach daneben stellen ist keine Lösung
Dass Säcke neben den Containern abgestellt werden, ist laut Stadt kein neues Phänomen — rechtlich zulässig ist es aber nicht. „Die Ablagerung vor den Sammelbehältern ist keine ordnungsgemäße Entsorgung“, betont das Ordnungsamt. Hinzu kommt ein praktisches Problem: Durch Witterung und Verschmutzung seien die Textilien oft nicht mehr verwertbar und müssten dann — seitens der Stadt — kostenpflichtig als Restabfall entsorgt werden.
Auswirkungen auf Stadtbild und Umwelt
Weil überfüllte Container und danebenliegende Säcke nicht nur das Erscheinungsbild der Stadt beeinträchtigen, sondern auch Probleme hinsichtlich Hygiene und Umweltschutz darstellen, appellieren Bleck und Dahlhaus gemeinsam an die Bevölkerung, Altkleider nur dann einzuwerfen, wenn die Container auch tatsächlich aufnahmefähig sind: „Zum Wohle der Allgemeinheit, zum Schutz der Umwelt und mit Rücksicht auf die Nachbarschaft bitten wir eindringlich um Beachtung dieser Hinweise.“
Mit der angekündigten Aufstellung neuer Container durch die AHE dürfte sich die „Altkleider-Lage“ in den kommenden Wochen entspannen, sind sich Bürgermeister und Ordnungsamtsleiter sicher: "Bis dahin bleibt Geduld gefragt."











