Mehr als 50 Sängerinnen und Sänger arbeiteten an zwei intensiven Workshoptagen im Martin-Luther-Haus am neuen Jahresprogramm des Gospel-Train. Unter der Leitung von Uta und Mark Wiedersprecher wurde gefeilt, gefeiert und neue Energie für ein abwechslungsreiches Chorjahr getankt.

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"Singen macht glücklich"

Geleitet wurde der Workshop von der neuen Chorleitung Uta Wiedersprecher sowie von Mark Wiedersprecher aus Schwelm. Mit fachlicher Kompetenz, musikalischem Feingefühl und klarer Struktur führte das Ehepaar die große Chorgemeinschaft durch zwei intensive Probentage und arbeitete gezielt am geplanten Jahresprogramm des aktuellen Repertoires. „Singen macht glücklich, hat eine wohltuende und auch heilende Wirkung. Diese Erfahrung möchten wir mit anderen Menschen teilen“, betonte Vocalcoach Uta Wiedersprecher.

Strukturierter Ablauf mit gelebter Gemeinschaft

Der Samstag begann um 9.30 Uhr mit einem gemeinsamen Ankommen bei Kaffee und Tee. Von 10.00 bis 16.00 Uhr wurde dann konzentriert geprobt, unterbrochen von flexibel gestalteten Pausen. In der längeren Mittagspause entstand ein vielfältiges Buffet aus mitgebrachten Speisen der Sängerinnen und Sänger — ein Zeichen der lebendigen Gemeinschaft im Chor.
Auch am Sonntag startete der Tag um 9.30 Uhr, geprobt wurde von 10.00 bis 14.00 Uhr weiter intensiv.

Abwechslungsreiches Repertoire für 2026

Musikalisch setzt der Gospel-Train in diesem Jahr auf Vielfalt. Auf dem Programm stehen eindrucksvolle Stücke des Oslo Gospel Choir — getragen, harmonisch dicht und voller emotionaler Tiefe. Hinzu kommen moderne deutschsprachige Gospels und Worship-Songs unter anderem von Hanjo Gäbler und Miriam Schäfer. Ergänzt wird das Repertoire durch Werke von Hans-Christian Jochimsen sowie weiteren deutschen und internationalen Komponisten. Worship-Elemente, gefühlvolle Balladen und kraftvolle Uptempo-Songs — teils mit jazzigen Stilelementen — wechseln sich ab und sorgen für Abwechslung zwischen meditativen und energiegeladenen Passagen.

Stimmbildung, Groove und Choreografie

Neben neuen Gospelsongs standen zentrale Themen moderner Chorarbeit im Fokus: Stimmbildung, Stimmphysiologie, Möglichkeiten der Stimmfärbung sowie Blending, Groove und Choreografie. Mehr als 50 Stimmen in den Stimmrichtungen Sopran, Alt, Tenor und Bass entwickelten dabei einen homogenen Gesamtklang — auch im Zusammenspiel mit Bewegung. „Ein Gospel-Chor lebt nicht nur vom gemeinsamen Klang, sondern auch davon, dass Bewegung und Musik zusammenfinden“, beschreibt die Chorleitung den Ansatz der Probenarbeit.

Vorbereitung auf zahlreiche Auftritte

Die intensive Arbeit während der zwei Workshoptage sollte vor allem auch zur Vorbereitung auf mehrere Veranstaltungen im laufenden Jahr dienen. Geplant sind Gottesdienstbegleitungen, ein gemeinsames Konzert aller Breckerfelder Musikgruppen, ein musikalischer Sonntag mit dem MGV Bergeshöh Zurstraße, ein Konzert in der Johanniskirche in Ennepetal im November sowie das traditionelle Konzert zum Breckerfelder Weihnachtsmarkt.

Offene Einladung zum Mitmachen

„Beseelt und voller Freude“, so beschreibt es ein Teilnehmer, verließen die Chormitglieder am Sonntagnachmittag das Martin-Luther-Haus — erfüllt von Musik, Gemeinschaft und neuer Motivation für das bevorstehende Chorjahr. Neue Sängerinnen und Sänger sind übrigens jederzeit zu den wöchentlichen Proben donnerstags abends von 19.30 bis 21.00 Uhr willkommen und ausdrücklich erwünscht. Die Chorleitung betont: „Gerade zum Jahresanfang bietet sich der Einstieg in die Probenarbeit am aktuellen Repertoire besonders an.“