Für die Abiturienten hieß es am 16. Juni „Abi-Colada! 13 Jahre mitgemischt“. Schulleiter Johannes lobte die Leistungen der Abiturienten, fand aber auch deutliche Worte zum Verbesserungspotenzial des Bildungssystems: „43 Schülerinnen und Schüler, das sind 70 Prozent Eures Jahrganges, erhalten heute das Abitur, obwohl man ihnen das am Ende des vierten Schuljahres nicht zugetraut hat.“
Auch der Nachsatz zeugt vom Stolz des Pädagogen auf die Schülerinnen und Schüler: „Vier von ihnen gehören sogar zu den Jahrgangsbesten“.

Nicht nur beim Bildungssystem erklärte sich der Schulleiter als Verfechter von Gerechtigkeit und Solidarität, wozu „man als Gesamtschule ein besonders enges Verhältnis zu habe“. Er erinnerte sich, wie die Schülerinnen und Schüler zwei Ärzte mit differenzierten Fragen zur Coronaschutzimpfung „arg ins Schwitzen gebracht“ hätten. Er sei zwar persönlich nach der Informationsveranstaltung im PZ seinerzeit zu einer anderen Auffassung gekommen, aber von der Methodik der Schüler im Umgang mit dem Thema begeistert gewesen.

Ein kritischer Umgang mit angeblichen Fakten dürfte unzweifelhaft zum Rüstzeug eines mündigen Bürgers gehören. Schließlich führten falsche Informationen in die Irre. Und zwar weitaus wichtigere als die Behauptung, der Kiersper Bürgermeister hätte selbst an der GSKi im Jahre 1989 Abitur gemacht.
Es war ein Jahr später, wie Olaf Stelse in seinem Grußwort schmunzelnd korrigierte. In seiner Ansprache überbrachte er die Glückwünsche der Stadt Kierspe und des Rates.

Steffen Wieland brachte es als Vertreter des Schulausschusses der Stadt auf den Punkt: „Wir können sagen, wir sind stolz auf Euch.“ Er möchte die Absolventen der Hochschulreife dazu motivieren „die Problemlöser der Zukunft zu werden“. Ähnliche Worte fand auch Oberstufenleiterin Diana Hibst, die sich freute, dass die pandemiebedingte Krise die Schülerinnen und Schüler nur noch enger zusammengeschweißt habe: „Ihr wart einfach großartig, dafür danke ich Euch sehr!“
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Viel Zeit nahmen sich die Lehrerinnen und Lehrer bei der Zeugnisvergabe. Diese gab es gruppenweise für die Leistungskurse Geschichte, Erziehungswissenschaft, Erdkunde und Sport. Dazu besondere Ehrungen, aber auch musikalische Beiträge.
Das Oberstufenorchester begeisterte mit Hits von ABBA, Queen und anderen Interpreten. Beeindruckt haben auch Fenja Dehlen und Lilla Gebauer mit dem von ihnen gesungen Titel „Wir sind hier“. Fenja Dehlen hatte bereits in dem am Nachmittag vorausgegangenen Gottesdienst für Gänsehaut gesorgt, als sie den bekannten Titel „One Moment in Time“ solo performte.
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Spiele und Aftershow-Party
Moderiert wurde die Veranstaltung von den Abiturienten Kara Bungenberg und Keke Block. Das Duo zeigte besonders im zweiten Teil des Programms seine Bühnentalente. Denn nach der Zeugnisvergabe und dem Essen folgte der „inoffizielle“ Teil der Abiturfeier. Auf dem Plan standen Spiele. Allesamt informativ wie unterhaltsam. Beweisen mussten sich diesmal allerdings die Lehrer der Oberstufe. Mit einer Aftershow-Party endete der Abiball.










