Nach monatelanger Verzögerung ist der „Verein für Brauchtum und Heimatpflege“ offiziell gegründet worden. Rund 70 Vertreter aus Vereinen, Wirtschaft und Bürgerschaft wollen nun gemeinsam die Vorbereitungen für das 800-jährige Jubiläum Hohenlimburgs im Jahr 2030 vorantreiben

Nach monatelanger Verzögerung ist der „Verein für Brauchtum und Heimatpflege“ offiziell gegründet worden. Rund 70 Vertreter aus Hohenlimburger Vereinen, der Wirtschaft sowie interessierte Bürger kamen dazu auf Einladung des ehemaligen Bezirksbürgermeisters Jochen Eisermann im Rathaussaal zusammen. Der Verein soll die Vorbereitungen und die Organisation der Feierlichkeiten zum 800-jährigen Bestehen Hohenlimburgs im Jahr 2030 koordinieren.

Die Gründung hatte sich über mehrere Monate hingezogen, da zunächst die Voraussetzungen für die Anerkennung der Gemeinnützigkeit durch das Hagener Finanzamt erfüllt werden mussten. Diese Hürde ist inzwischen genommen, sodass der Verein seine Arbeit aufnehmen kann.

Zum Vorstand wurden Jochen Eisermann (CDU, ehemaliger Bezirksbürgermeister) als Vorsitzender, Olaf Rubelt (Ladengemeinschaft Elsey) als stellvertretender Vorsitzender, Winfried Turner (Hohenlimburger Heimatverein) als Geschäftsführer und Markus Plum (Volksbank Hohenlimburg) als Schatzmeister gewählt.

Olaf Rubelt, Jochen Eisermann, Winfried Turner und Markus Plum stehen an der Spitze des "Vereins für Brauchtum und Heimatpflege".
Foto: Volker Bremshey / privat

Eisermann machte deutlich, dass die bisherigen Überlegungen zur Jubiläumsfeier lediglich als Grundlage für die weitere Planung dienen. Über konkrete Projekte werde gemeinsam entschieden. Maßgeblich seien dabei die Umsetzbarkeit der Ideen und ihre Finanzierbarkeit. Zugleich warb er um die Unterstützung weiterer Ehrenamtlicher. Für die Organisation einer Veranstaltung dieser Größenordnung seien zahlreiche engagierte Helfer erforderlich.

Als Termin für die Jubiläumsfeier stehen bereits die Tage vom 30. Mai bis 2. Juni 2030 fest. Geplant ist ein Festgelände auf dem Bilstein-Parkplatz „Im Weinhof“ sowie im Lennepark. Beide Veranstaltungsorte sollen durch eine Pontonbrücke miteinander verbunden werden.

Nach den bisherigen Planungen soll sich die 800-Jahr-Feier deutlich von einem klassischen Stadtfest unterscheiden. Angeregt wurde unter anderem, Schloss Hohenlimburg in das Festprogramm einzubeziehen. Auch ein historischer Festumzug ist vorgesehen. Allerdings wies Eisermann darauf hin, dass dieser aufgrund der heute deutlich strengeren Sicherheitsanforderungen nicht mit dem Umzug zum 750-jährigen Stadtjubiläum vergleichbar sei.

Bis Ende September beziehungsweise Anfang Oktober sollen die beteiligten Vereine intern beraten, welche Beiträge sie zum Jubiläum leisten können. Bei einem weiteren Treffen im Rathaus sollen anschließend Arbeitsgruppen gebildet werden, die die einzelnen Projekte und Programmpunkte konkret ausarbeiten.