In der Iserlohner Stadtkasse klafft aktuell ein Loch von gut 51 Millionen Euro. Das geht aus dem jüngsten Budgetbericht hervor, den Stadtkämmerer Michael Wojtek den Mitgliedern des Finanzausschusses in deren Sitzung am Mittwoch, 8. Juli, vorlegte.

Überregionale Nachrichten

Leichte Verbesserungen

„Der nun vorgelegte Budgetbericht weist eine leichte Verbesserung in Höhe von rund 700.000 Euro im Vergleich zur Planung aus. Diese Entwicklung ist erfreulich, jedoch muss berücksichtigt werden, dass der globale Minderaufwand in Höhe von 8,6 Millionen Euro weiterhin einzusparen ist. Vor diesem Hintergrund sind die Maßnahmen des Haushaltssicherungskonzeptes zwingend umzusetzen“, so dieVerwaltung.

Erfreuliche Bilanzzahlen

Frohe Kunde gab es dagegen von den städtischen Gesellschaften. Sie legten für ihre jeweiligen Geschäftsjahre 2025 erfreuliche Zahlen vor. Die Schillerplatz GmbH erwirtschaftete mit einer bescheidenen Bilanzsumme von gut 123.000 Euro einen ebenso bescheidenen Jahresüberschuss in Höhe von 1276,31 Euro. Beim Blick in die Bilanzen der Iserlohner Gemeinnützigen Wohnungsgesellschaft wurden die Zahlen dann schon etwas größer: Bei einer Bilanzsumme von gut 101,4 Millionen Euro stand am Ende des Geschäftsjahres 2025 ein Jahresüberschuss in Höhe von mehr als 332.000 Euro zu Buche.

Ausschussvorsitzende Eva Kitz, Stadtkämmerer Michael Wojtek und Bürgermeister Michael Joithe (von links) in der Sitzung des Finanzausschusses.
Foto: Hendrik Klein

Zukunftsfähigkeit sichern

Die Verwaltung teilt in ihrer Sitzungsvorlage mit: „Die Sicherung der Zukunftsfähigkeit des Wohnungsbestandes war im abgelaufenen Geschäftsjahr wiederholt zentraler Schwerpunkt. Entsprechend wurden Investitionen in die Instandhaltung und Modernisierung sowie in Umbaumaßnahmen in Höhe von 8,791 Millionen Euro (2024: 7,77 Millionen Euro) vorgenommen. Dies entspricht 61,65 Euro pro Quadratmeter.

In 2025 wurden erneut zirka 100 Wohneinheiten modernisiert und man konnte an den letztjährigen Rekordwert für die IGW anknüpfen. Zudem haben vier Gebäude am Erbenberg für zirka 530.000 Euro neue und größere Balkone erhalten und an der Schulstraße 53 sowie 55 wurden für zirka 120.000 Euro zwei neue Aufzüge eingebaut.“

Gewinn der Sparkasse

Zufrieden können die Iserlohner Finanzpolitiker auch mit dem Geschäftsjahr 2025 bei der Sparkasse der Stadt Iserlohn sein. Diese erwirtschaftete einen Gewinn in Höhe von 1,151 Millionen Euro. Davon wird ein Betrag in Höhe von 300.000 Euro an die Stadt ausgeschüttet, der Restbetrag geht in die Sicherheitsrücklage.

Erfreuliche Nachrichten hatte auch Michael Schmitt, Geschäftsführer der STADTprojekt GmbH, mit in die Sitzung gebracht. Er konnte vom Verkauf von insgesamt 18 Grundstücken im Waldstadt Quartier mit einem Gesamterlös von knapp fünf Millionen Euro berichten.

Alles im Blick

Die durchaus positiven Zahlen lösten im Ausschuss kurz eine Diskussion aus, was künftig mit den Überschüssen geschehen soll: Ob jeweils das Eigenkapital oder die Gewinnausschüttung erhöht werden soll. „Wir haben das im Blick“, erklärte Stadtkämmerer Michael Wojtek. Das „produktive Geld“ werde zunächst in den Gesellschaften belassen.