Schüler des Literaturkurses der Jahrgangsstufen 12 und 13 brachten das Stück am Dienstagabend, 27. Februar, auf die Bühne im PZ. Die Hiobsbotschaft des Untergangs ist der Tagesschau eine Sondersendung wert. Der Aufruf ruhig zu bleiben inklusive.
Menschen in unterschiedlichen Umgebungen erfahren von dem Szenario des abstürzenden Meteoriten, die Mitarbeiter im Büro, die Ehefrau, die mit Tochter und Mann fremdelt, der Boss, der meint, sich alles rausnehmen zu können, die Mutter, die über die Enkelin wieder Kontakt zur Tochter findet, das Pärchen, das per WhatsApp kommuniziert, sich aber erst auf der finalen Untergangs-Party erstmals sieht. – Viele Probleme, verschiedene Lebenslagen werden angesprochen, Verschwörungstheoretiker inklusive. Letztlich zeigt sich, dass auch Aluhüte allenfalls ein Partygag sind, aber kein Rezept gegen Katastrophen.

Lösungen individell wie das Leben
Unterschiedlich wie die Menschen ist auch ihr Umgang mit der Untergangsbotschaft: shoppen als Ablenkung, der Griff zur Flasche als Realitätsflucht, der Wunsch einer Nonne noch zu küssen als unerfüllter und verdrängter Traum, die Internetbekanntschaft erstmals daten, sich live wahrzunehmen, Business as usual mit Leistungsdruck und patriarchalischem Duktus, der Wunsch nochmal zusammen nach Paris zu fahren als Erinnerung an ein harmonisches Familienleben, die Auflehnung gegen einen übergriffigen Chef.
Viel Stoff, viele Probleme für ein 45-Minuten-Stück. Kursleiterin Katharina Wiegold ist es gelungen, etliche Kursteilnehmer einzubinden. Schade, dass die Vorstellung unter der schlechten Akustik litt und manche der Akteure kaum zu verstehen waren. Hilfreich wäre auch ein Prolog gewesen, um klar zu machen, wie, warum das Stück ausgewählt worden ist, wie es erarbeitet wurde.
Ist die letzte Party die Lösung, bei der der Meteorit einschlägt und alles auslöscht: Aggressivität, Erinnerungen, Nähe, Vertrautheit. Viel Stoff auch zur Reflexion, leider nur wenig Zuschauer.









