Mit einem Festgottesdienst in der Eiringhauser Johanniskirche wurde am vergangenen Sonntag das 25. Jubiläum der Notfallseelsorge Plettenberg-Herscheid gefeiert.
Die Festredner Thomas Bartz von der Pfarrgemeinde St. Laurentius und Superintendent Dr. Christof Grote vom Evangelischen Kirchenkreis Lüdenscheid-Plettenberg übermittelten Glückwünsche und betonten in ihren Ansprachen die Wichtigkeit dieser Arbeit.
Geführt wurde der Gottesdienst von Pfarrer Uwe Brühl. Er ist eines der Gründungsmitglieder und der einzige verbliebene hauptamtliche Notfallseelsorger. Unterstützt wird er von einem Team ausschließlich ehrenamtlicher Kräfte.
Anlässlich des denkwürdigen Jubiläums nahmen Einsatzkräfte der Feuerwehr, aktive und ehemalige Helfer, Notfallseelsorger aus dem Kreis Olpe, Wegbegleiter und dankbare Bürger sowie die Bürgermeister Ralf Beßler (Plettenberg) und Uwe Schmalenbach (Herscheid) am Dankgottesdienst teil. Musikalisch und inhaltlich fand der gemischte Chor der Landeskirchlichen Gemeinschaft Holthausen unter der Leitung von Thomas Hollweg mit seinen Liedern den richtigen Ton. Zusammen mit Diakon Ulrich Slatosch segnete Uwe Brühl am Ende des Gottesdienstes die aktiven Notfallseelsorger.
Die Notfallseelsorger sind auf Abruf rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr erreichbar. Sie sind zur Stelle, wenn Mitmenschen ein traumatisches Erlebnis durchleben, ihre Welt plötzlich in Trümmern liegt. Sie können nichts ungeschehen machen, sie bewerten nicht, aber sie sind da, lassen die Trauernden nicht alleine, versuchen, sie ein Stück des Weges zu begleiten.
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Ihre Arbeit ist aus der kirchlichen Arbeit entstanden, doch kümmert sie keine Konfession, wenn sie gerufen werden. Ihre Arbeit ist wichtig, auch wenn sie in der Öffentlichkeit keine Lorbeeren dafür einheimsen.
Dankbarkeit kommt oft erst im Nachhinein, sitzt der Schock bei Betroffenen zu tief, um etwas wahrzunehmen, die Seelsorger zu erkennen. Ihr Antrieb bleibt dennoch derselbe: da zu sein, wenn Menschen sie brauchen, und „Erste Hilfe für die Seele“ zu leisten.
Im Anschluss an den Gottesdienst nutzten viele Gäste die Gelegenheit zum Austausch bei Kaffee und Kuchen.
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