40 Schüler der Südschule, der Burgschule und der Europaschule Kalthof verbrachten ihre Herbstferien im Wald und auf den Wiesen des Waldpädagogischen Zentrums. Der Lernort Natur bot den Kindern, die zumeist aus Syrien, der Türkei, Bulgarien, Polen und der Ukraine kommen, intensive und ganzheitliche Lernmöglichkeiten für ihre Zweitsprache Deutsch. Auf Empfehlung der jeweiligen Klassenlehrerin bekommen die Kinder eine Anmeldung für das Sprachcamp.
Für viele Kinder ist es ein Abenteuer, bei Wind und Wetter über einen so langen Zeitraum draußen zu sein und mit allen Sinnen die Natur zu erfahren. Die Kinder bauten Waldsofas, die zu ihren „Wohnzimmern“ wurden. Anschließend erhielten sie ihre Forschungsaufträge und traten in angeregte Dialoge miteinander.
Wie nebenbei bot das Naturerleben auch einen Rahmen für Umweltbildung, soziales Lernen und Bewegung, welches das Sprechen, Rechnen, Zählen und Schreiben beflügelte. In diesem Jahr schnitzten die Kinder aus Grünholz Flöten und ein Waldxylophon und webten eine Waldharfe.
Das Camp jährt sich nun zum 20. Mal und fand zum 14. Mal in Kooperation mit dem Waldpädagogischen Zentrum und dem Verein „Lernort Natur – Waldschule im Märkischen Kreis statt. Deren Vertreter Nils Bonnermann und Burkart Laaser unterstützten das Sprachcamp.
Im grünen Klassenzimmer wurden alle mit einem warmen Mittagessen von Krug Catering aus Letmathe verköstigt. Zudem bereitete jeden Tag eine kleine Gruppe die Rohkost für alle zu. Auch hier wurde jedes Erleben als Sprachanlass genutzt.
Im Team arbeiteten Maria Gandul, Alin Geitmann-Rompza, Krista Kluwe, Kathrin Jäger und Lauritz Seidel. Unterstützt werden sie von den Praktikanten Miguel Brückner-Russello, Alessio Borrello, Elias El Fakir und Tim Meidow. Organisiert und begleitet wurde das Sprachcamp von Jana Marek aus der Abteilung Pädagogik bei der Stadt Iserlohn.
Am Freitag, 30. Oktober, endete das zehntägige Sprachcamp. Damit erhielten die Kinder ihre Urkunden und ihre Waldhefte. Auch zuhause konnte die Sprache weiter verfestigt werden, in dem die Kinder über das Erlebte berichteten.








