Für den SSC Halver ist die Indoor-Minigolfhalle seit rund zehn Jahren mehr als nur eine Trainingsstätte. Nun soll diese in den Besitz des Vereins übergehen. Die Stadt Halver unterstützt den Kauf mit 18.000 Euro.
Für den SSC bedeutet der Kauf allerdings auch ein finanzielles Risiko. „Wir tragen jetzt ein betriebswirtschaftliches Risiko beim Kauf der Halle, was wir so in der Form vorher natürlich nicht kannten“, erklärt der Vorsitzende Günter Ketelhut. Bislang zahlt der Verein rund 1250 Euro Miete im Monat. Dieses Geld soll künftig in die Finanzierung der eigenen Halle fließen. Die restliche Finanzierung will der Verein nach eigenen Angaben mit Mitteln und Darlehen aus dem Vereinsumfeld stemmen.
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Gäste aus ganz Deutschland
Für die Stadt soll sich die Investition nicht nur durch den Erhalt der Halle als Sportstätte auszahlen. „Wir haben hier jedes Jahr nationale wie internationale Turniere“, erklärt Ketelhut. Die Halle sei damit auch ein Standortfaktor für Halver.
So veranstaltet der SSC zum Beispiel während der Wintersaison mehrere Turniere. Nach Angaben des Vereins kommen dabei rund 1000 Spieler nach Halver – aus Nord- und Süddeutschland sowie aus den Niederlanden und Belgien. Viele bleiben über Nacht und nutzen Hotels und Gastronomie in der Stadt.
Auch für Hobbyspieler steht die Halle offen. In der Wintersaison können Besucher mittwochs bis freitags am Nachmittag sowie am Wochenende spielen. Darüber hinaus werden die Räume für Weihnachtsfeiern, Geburtstage und andere Gruppenveranstaltungen vermietet.
Mehr Angebote geplant
Beim öffentlichen Angebot sieht der SSC noch Potenzial. „Publikumsmäßig ist noch Luft nach oben“, sagt Sportwart Stefan Scheider. Vor allem beim Marketing könne der Verein noch zulegen.
Künftig könnten seien daher auch wieder Veranstaltungen für ein breiteres Publikum denkbar. Im Gespräch sind unter anderem Jedermann-Turniere. Solche Wettbewerbe hat der Verein früher bereits angeboten. „Ich könnte mir gut vorstellen, dass man sowas wieder aktiviert“, erklärt Ketelhut.
Außerdem möchte der SSC mehr Jugendliche für den Minigolfsport gewinnen und langfristig auch sportlich wieder höherklassig spielen. Die Halle bietet dafür ganzjährig eine Trainingsmöglichkeit während der Wintermonate.
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Weltmeister und Nationalspieler im Verein
Sportlich hat der SSC Halver nämlich mehr zu bieten, als die aktuelle Bezirksliga vermuten lässt. Im Verein sind unter anderem der amtierende Senioren-Weltmeister Markus Büdenbender, Bundesligaspieler und Nationalkaderspieler Mark Wischnewski sowie der junge Nationalspieler Max Schmidt und die Jugendnationalspielerin Sonja Knoll. Allerdings starten diese Spieler derzeit nicht für den SSC. Das Interesse, künftig für Halver zu spielen, sei durchaus vorhanden, so der SSC. Dafür müsse der Verein sportlich jedoch zunächst aufsteigen.
„Wenn wir in der Landesliga spielen und dann noch den einen oder anderen dazu gewinnen, dann ist der Aufstieg in die Verbandsliga auch nicht mehr weit. Und das muss unser Ziel sein, sportlich“, erklärt Sportwart Stefan Scheider. Der SSC will damit langfristig wieder an frühere Zeiten anknüpfen, als der Verein bereits in der dritten Bundesliga spielte.





