Die LEADER-Region Oben an der Volme kann auch 2026 wieder auf zusätzliche Fördermittel für sogenannte Kleinprojekte zurückgreifen. Der Bewilligungsbescheid für das Programm ging am Mittwoch, 13. Mai, ein. Insgesamt stehen damit 200.000 Euro für kleinere Vorhaben in den Kommunen der Region zur Verfügung.

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Der Fördertopf setzt sich aus maximal 180.000 Euro von Bund und Land sowie weiteren 20.000 Euro der beteiligten Kommunen zusammen. Im Rahmen des Projektaufrufs zwischen dem 1. Februar und dem 31. März wurden insgesamt 22 Projektanträge eingereicht. Das beantragte Fördervolumen lag jedoch rund 70.000 Euro über den verfügbaren Mitteln.

Aus diesem Grund kam die Lokale Aktionsgruppe als regionales Entscheidungsgremium Anfang Mai zusammen, um die eingereichten Vorhaben anhand qualitativer Kriterien zu bewerten und zu priorisieren. Auf Grundlage dieses Rankings können nun 17 Projekte gefördert werden. Nach Abschluss der Verträge mit dem Verein Regionalentwicklung Oben an der Volme kann die Umsetzung beginnen. Alle Maßnahmen müssen bis zum 1. Dezember abgeschlossen sein.

Im Mittelpunkt der diesjährigen Auswahl stehen Projekte aus den Bereichen Freizeit, Tourismus, öffentliche Infrastruktur und gesellschaftliche Teilhabe. So sollen unter anderem XXL-Bänke in Herscheid und Schalksmühle entstehen, Wanderangebote in Kierspe erweitert sowie neue Aufenthaltsorte im öffentlichen Raum geschaffen werden. Auch Vereine profitieren von den Mitteln: In Herscheid ist der Umbau eines Tennisplatzes zu einer Multi-Sportanlage vorgesehen, während in Meinerzhagen und Halver Veranstaltungsequipment angeschafft werden soll.

Darüber hinaus fließen Fördergelder in Maßnahmen zur öffentlichen Versorgung und Integration. Geplant sind unter anderem eine barrierefreie WC-Anlage im Sozialen Bürgerzentrum Kierspe sowie neue Ausstattung für die Reanimationsausbildung und den Rettungseinsatz des Deutschen Roten Kreuzes in Halver und Meinerzhagen.

Olaf Stelse, Vorsitzender des Vereins Regionalentwicklung Oben an der Volme, sieht in den Kleinprojekten eine wichtige Ergänzung zu größeren LEADER-Vorhaben. „Die Kleinprojekte sind eine großartige Ergänzung zu den größeren LEADER-Projekten und zeigen, dass auch mit vergleichsweise kleineren Maßnahmen ein wertvoller Beitrag zur Entwicklung unserer Region geleistet werden kann“, erklärt Stelse. Zugleich verweist er auf die Bedeutung der Förderung für Vereine und Institutionen vor Ort.

Ob das Förderprogramm auch 2027 fortgeführt wird, hängt von der erneuten Bereitstellung der Mittel durch Bund und Land ab. Sollte dies erfolgen, ist der nächste Projektaufruf nach Angaben des Vereins voraussichtlich Anfang kommenden Jahres geplant.