Am Dienstag, 12. Mai, herrschte reger Betrieb im Gerätehaus des Löschzugs Breckerfeld an der Langscheider Straße: Die Freiwillige Feuerwehr nahm dort gleich zwei neue Fahrzeuge offiziell in Empfang. Neben einer modernen Drehleiter vom Typ DLK-A 23/12 steht der Jugendfeuerwehr nun auch ein neues Mannschaftsfahrzeug zur Verfügung.

Rund zweieinhalb Jahre vergingen von der Bestellung bis zur Auslieferung der Drehleiter – ein Zeitraum, der bei hochspezialisierten Feuerwehrfahrzeugen als üblich gilt. Für Bürgermeister Dahlhaus markiert die Anschaffung einen besonderen Meilenstein: „Mit einer Investitionssumme von rund einer Million Euro ist das die finanziell größte Bestellung, die ich während meiner Amtszeit als Bürgermeister für die Feuerwehr in Auftrag gegeben habe.“

Ein Mann in einem Blazer hält Papiere vor einem roten Feuerwehrauto in einer Lagerhalle. Im Hintergrund Regale mit gelben Kisten.
Bürgermeister André Dahlhaus sieht die Freiwillige Feuerwehr gut für die Zukunft aufgestellt.
Foto: Satur

Mit Blick auf beide Fahrzeuge betonte er die Bedeutung für die Zukunft der Wehr: „Mit der neuen Drehleiter und dem neuen Mannschaftsfahrzeug für die Jugendfeuerwehr sehe ich unsere Freiwillige Feuerwehr gut aufgestellt. Wir haben damit ja nicht nur in reine Technik investiert, sondern statten unsere ehrenamtlichen Kräfte so aus, dass sie ihren Dienst für die Gemeinschaft vernünftig ausführen können — es dient unser aller Sicherheit.“

Spende ermöglicht Fahrzeug für den Nachwuchs

Das Mannschaftsfahrzeug für die Jugendfeuerwehr wurde dagegen vollständig durch eine Spende finanziert. Der Spender möchte anonym bleiben, ließ jedoch über den Bürgermeister ausrichten, dass er sich freue, das Fahrzeug künftig im Stadtgebiet zu sehen und die Nachwuchsarbeit unterstützen zu können.

Weißer Mercedes-Sprinter der Freiwilligen Feuerwehr Anreppen mit Tannenzweig und Schleife als Dekoration, Kennzeichen EN-FB 2194.
Das Mannschaftsfahrzeug für die Jugendfeuerwehr konnte dank eines anonymen Spenders angeschafft werden.
Foto: Satur

Dahlhaus dankte ausdrücklich für die „überaus großzügige Spende“ und stellte klar, dass weder Stadt noch Feuerwehr diese Unterstützung als selbstverständlich betrachten. 

Moderne Technik für anspruchsvolle Einsätze

Die neue Drehleiter ersetzt ein Fahrzeug aus dem Jahr 1998, das künftig nach Süddeutschland verkauft wird. Technisch bringt das neue Modell deutliche Verbesserungen mit sich: Während der Korb der alten Leiter lediglich bis zu 280 Kilogramm belastbar war, trägt die neue Ausführung bis zu 500 Kilogramm. Damit lassen sich auch komplexere Rettungssituationen mit mehreren Einsatzkräften sicher bewältigen. Außerdem erreicht das sogenannte DLK-A 23/12 erreicht eine Rettungshöhe von 23 Metern, insgesamt misst die Leiter rund 30 Meter. Ein zusätzlicher Gelenkarm ermöglicht der Breckerfelder Wehr dabei flexiblere Einsätze, etwa in engen Straßen oder bei schwierigen Dachkonstruktionen.

Viele Stunden Arbeit hinter den Kulissen

Wehrleiter Andreas Bleck würdigte den Einsatz aller Beteiligten bei der Beschaffung: „Das waren viele Stunden Arbeit, das macht man nicht — salopp gesagt — mal eben mit nur einem halben Hintern.“ Sein Dank galt insbesondre dem entsprechenden Arbeitskreis, der sich monatelang im Vorfeld damit beschäftigt hatte, das DLK für den Auftrag mit den spezifischen, technischen Ausstattungsmerkmalen zu konfigurieren.

Jan Löcken als Leiter der Jugendfeuerwehr sowie der Förderverein hatten dagegen zentrale Aufgaben bei der Planung und Beschaffung des neuen Mannschaftsfahrzeuges übernommen: „Auch ihnen gilt unserer besonderer Dank“, so Bleck.

Den symbolischen Schlüssel bekam der Chef der Freiwilligen Feuerwehr schließlich von Bürgermeister Dahlhaus und Miriam Link von der Firma Peter Schmitt, die als Handelsvertreter des Herstellers Magirus im Ennepe-Ruhr-Kreis tätig ist, überreicht.

Bürgermeister André Dahlhaus überreicht Wehrleiter Andreas Bleck einen symbolischen Schlüssel, während Miriam Link von Magirus daneben steht. Im Hintergrund ein rotes Feuerwehrfahrzeug.
Bürgermeister André Dahlhaus (l.) und Miriam Link von der Magirus-Handelsvertretung Schmitt (Mitte) übergaben den symbolischen Schlüssel an Wehrleiter Andreas Bleck (r.)
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Segen für Fahrzeuge und Einsatzkräfte

Einen feierlichen Rahmen erhielt die Übergabe durch die Segnung der Fahrzeuge. Pfarrerin Christin Hick von der evangelischen Jakobus-Kirchengemeinde bezeichnete den Moment als besonders: „Für mich ist dies eine große Ehre. Die Fahrzeuge sind nicht nur technische Hilfsmittel, sondern Werkzeuge, mit denen die Feuerwehrleute ihren Dienst im Zeichen der Nächstenliebe verrichten.“

Auch Pater David Ringel von der katholischen Gemeinde St. Jakobus unterstrich die Bedeutung des Einsatzes der ehrenamtlichen Kräfte für andere und überreichte den Feuerwehrleuten eine Christophorus-Plakette als Symbol für Schutz auf allen Wegen. Der Legende nach war Christophorus ein Riese, der Menschen sicher über einen gefährlichen Fluss trug. Diese Aufgabe des „Tragens“ und Schützens wird auf die Rettung von Menschenleben übertragen: „Und es gibt keinen größeren Dienst oder keine größere Liebe zu den Menschen, als wenn man anderen Menschen hilft“, so der Pater.

Pfarrerin und Pater sprechen vor einem Feuerwehrauto einen Segen für die Feuerwehrleute und deren neue Fahrzeuge.
Pfarrerin Christin Hick (l.) und Pater David Ringel (r.) sprachen einen Segen für Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr und ihre neuen Fahrzeuge.
Foto: Satur

Interesse und Austausch im Gerätehaus

Neben zahlreichen Feuerwehrmitgliedern nahmen auch Vertreter der Kommunalpolitik sowie weitere Gäste an der Übergabe teil. Einige nutzten die Gelegenheit, mit der neuen Drehleiter selbst in luftige Höhen zu fahren.

Gespräche, Einblicke in die Technik und ein intensiver Austausch rundeten die Veranstaltung ab — verbunden mit dem Wunsch der Redner und Gäste, die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr mögen stets sicher und unversehrt von ihren Einsätzen zurückkehren.