Leuchtende Augen, aufgeregtes Flüstern hinter der Bühne und stolze Blicke ins Publikum: Die Aufführung des Musicals „Der kleine Tag“ an der Grundschule Breckerfeld sorgte für Begeisterung. Rund 200 Besucher verfolgten am Samstag, 21. März, wie die Kinder die Geschichte von Wolfram Eicke auf die Bühne brachten.

„Das Musical entführt uns in die Sterne — es ist ein sehr fantasievolles, tiefgründiges Stück“, sagt Schulleiterin Antje Krebs. Vor allem aber sei es ein Projekt gewesen, das die Kinder wachsen ließ. Schüler der zweiten bis vierten Klasse standen gemeinsam auf der Bühne — mit sichtbarer Freude und einer Portion Lampenfieber. Schon bei den Proben hätten die Kinder nicht nur viel Spaß gehabt: „Zugleich sind sie in dieser Zeit über sich hinausgewachsen. Sie sind selbstbewusster geworden und stärker", meint Krebs.

Für das Musical hatte sich zudem eigens eine ökumenische Projektband mit acht Musikern zusammengefunden. Diese sorgte unter der Leitung von Tobias Koch dafür, dass die Szenen stimmungsvoll untermalt wurden. Dass es sich nicht um eine Playback-Produktion handelte, sondern um ein „richtiges“ Musical mit Live-Musik, verlieh der Aufführung zusätzliche Dynamik.

Gewöhnliches wird zu Besonderem

Inhaltlich erzählt das Musical die Geschichte des kleinen Sterns „Tag“, der für einen einzigen Tag auf die Erde reisen darf. Dort erlebt er eine Welt, in der Menschen friedlich miteinander umgehen — eine Erfahrung, die ihn tief berührt. Zurück im Sternenreich wird er zunächst belächelt, weil er keine spektakulären oder dramatischen Erlebnisse vorweisen kann. Erst allmählich erkennen die anderen Sterne den eigentlichen Wert seiner Erfahrung: einen Tag ohne Streit und Konflikte. Am Ende wird dieser scheinbar gewöhnliche Tag zum Feiertag erklärt.

Gerade diese Botschaft traf beim Publikum einen Nerv. Vielleicht auch, weil das Musical inhaltlich bewusst einen "Gegenpol" zur Gegenwart setze, meint Antje Krebs: „In einer Welt, die von Konflikten und Krisen geprägt ist, setzt es ein wichtiges friedliches Zeichen." Die Geschichte, die 1999 von Rolf Zuckowski und Hans Niehaus zu einem Kindermusical aufbereitet wurde, rege dazu an, über Frieden und die Bedeutung vermeintlich unscheinbarer Momente nachzudenken.

Bereits am Freitag, 20. März, feierte das Stück seine öffentliche Premiere. „Wir hatten zweimal ein volles Haus und ein begeistertes Publikum“, freut sich Antje Krebs. Besonders stolz sei sie auf die Leistung der Kinder: „Es ist beeindruckend, wie viel Text sie sich merken konnten — und mit wie viel Ausdruck sie gespielt haben.“

Unterstützung vom Freundeskreis Kirchenmusik 

Ermöglicht wurde die Produktion durch eine enge Zusammenarbeit der Grundschule, die eigens dafür eine Musical-AG in den Schulalltag integriert hatte, und dem Freundeskreis Kirchenmusik, der das Projekt organisatorisch und finanziell unterstützte. Auch zahlreiche Ehrenamtliche wirkten im Hintergrund mit — von der Technik bis zur musikalischen Umsetzung.

Der Eintritt zu den Aufführungen war frei, am Ausgang wurde um Spenden gebeten. Viele Besucher nutzten diese Gelegenheit — wohl auch als Ausdruck der Anerkennung für eine Aufführung, die nicht nur unterhielt, sondern zugleich eine leise, nachhaltige Botschaft vermittelte.