Attendorn/Venezuela. Nach dem schweren Erdbeben Ende Juni im Norden Venezuelas beteiligte sich auch ein Helfer aus Attendorn an den internationalen Rettungsmaßnahmen. Alexander Erwes, Spezialist für Wasseraufbereitung beim Technischen Hilfswerk (THW), unterstützte als Mitglied der Schnell-Einsatz-Einheit Bergung Ausland (SEEBA) die Suche nach Verschütteten.
Koordinierte Suche in Trümmerfeldern
Das Beben am 24. Juni verursachte massive Zerstörungen. Zahlreiche Gebäude stürzten ein, große Teile der Infrastruktur fielen aus. Rund 3000 Menschen starben, mehr als 16.000 Menschen wurden verletzt.
Innerhalb kurzer Zeit nach Bekanntwerden der Katastrophe entsandte das THW ein 48-köpfiges Team nach Südamerika. Gemeinsam mit Einsatzkräften aus verschiedenen Ländern organisierte das Team komplexe Such- und Rettungsmaßnahmen in schwer zugänglichen Gebieten. Die internationalen Einheiten arbeiteten eng zusammen, um möglichst schnell Ergebnisse zu erzielen und Gewissheit für betroffene Familien zu schaffen.
Einsatz bringt wichtige Erkenntnisse
Nach mehreren Tagen intensiver Suche kehrte das Team Anfang Juli nach Deutschland zurück. Auch wenn nicht in allen Fällen Leben gerettet werden konnten, bewerten die Einsatzkräfte den Einsatz als wichtig: „Die Helfer schaffen Klarheit über die Situation vor Ort und schaffen eine Grundlage für weitere Hilfsmaßnahmen im Katastrophengebiet.“
Sie verschaffen Klarheit über die Lage vor Ort und schaffen eine Grundlage für weitere Hilfsmaßnahmen im Katastrophengebiet.
Alexander Erwes zeigte sich nach seiner Rückkehr beeindruckt von der Zusammenarbeit: „Ich war sehr beeindruckt, dass Teams aus so vielen Ländern in so kurzer Zeit koordiniert in einem so schwer betroffenen Bereich dieses starken Erdbebens Rettungsmaßnahmen durchführen können.“
Spezialeinheit für weltweite Einsätze
Die SEEBA-Einheit des THW ist spezialisiert auf Einsätze nach schweren Erdbeben und kann innerhalb weniger Stunden weltweit ausrücken. Neben moderner Technik setzen die Einsatzkräfte dabei auch speziell ausgebildete Suchhunde ein, die Überlebende in Trümmern aufspüren.








