56 Schülerinnen und Schüler hat die Rothensteinschule am Freitag, 3. Juli, feierlich entlassen. Mit einem bunten Programm erlebten sie gemeinsam mit ihren Familien ihren letzten Schultag am Rothenstein. Die Aula war bis auf den letzten Platz gefüllt.

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"Ihr schafft das!"

„Heute ist euer Tag, ein sehr bedeutender Tag“, eröffnete Schulleiterin Christiane Dickhut ihre Abschlussrede. Sie ging darin auch auf die vielfältigen Gefühlslagen der Jugendlichen ein: Erleichterung, Stolz, Unsicherheit, aber auch Wehmut — und gab ihnen einige wichtige Dinge mit auf den Weg: „Entwickelt eigene Ideen, hinterfragt Dinge, nutzt eure Kreativität, seid selbstständig, kümmert euch selbst um euch.“ Ebenso wichtig seien Toleranz und Eigenverantwortung. Abschließend machte sie Mut: „Egal, ob Berufskolleg, Abitur oder Ausbildung: Ihr schafft das!“

Bürgermeister: „Das Tor in die Zukunft“

Durch das Programm führten Jonatan Bosche und Maximilian Jäger. Sie begrüßten Bürgermeister Jan Nesselrath auf der Bühne. „Der Abschluss der Schulzeit ist zugleich das Tor in die Zukunft“, sagte er und ermutigte die Jugendlichen: „Geht weiter euren Weg, seid zielstrebig und habt Freude an dem, was ihr tut. Das Beste liegt nie hinter uns, sondern immer vor uns.“

Zwischen Tanz, Wirtschaft und KI

Nach einer Tanzaufführung von Schülerinnen der Klasse 5c sprach Guido Müller als Vertreter der heimischen Wirtschaft. „Ich wurde vor 44 Jahren auf dieser Bühne von der Grundschule verabschiedet“, erinnerte er sich. Mit Blick auf die Zukunft der Jugendlichen erklärte er: „Euch steht die Welt offen.“ Gleichzeitig wies er auf zahlreiche freie Ausbildungsstellen in Meinerzhagen hin.

Müller griff auch das Thema Künstliche Intelligenz auf. Er berichtete, er habe versucht, seine Rede von einer KI schreiben zu lassen: „Das war teilweise richtig gut.“ Dennoch dürfe man nicht alles glauben, was die KI schreibt, gab er den Jugendlichen mit auf den Weg, immer achtsam und auch skeptisch zu bleiben.

Sechs Jahre voller Veränderungen

Die Klassenleitungen der beiden Abschlussklassen — Christina Standhaft, Bianca Brennenstuhl und Stefan Imhäuser — blickten anschließend auf sechs abwechslungsreiche Jahre zurück. Die beiden Klassen seien in der Corona-Zeit mit 32 Schülerinnen und Schülern gestartet, nun machen 56 ihren Abschluss. Im Jahrgang 9 wurden aus zwei Klassen drei, im Jahrgang 10 dann wieder zwei.

„Ihr wart chaotisch, laut, manchmal sehr laut, aber ihr hattet immer einen guten Zusammenhalt“, fassten die Lehrkräfte zusammen. Sie würdigten den Jahrgang als Gemeinschaft: „Ihr seid ein Jahrgang, der immer füreinander eingestanden ist.“ Ihr Wunsch für die Zukunft: „Behaltet eure Vielfalt, euren Zusammenhalt und euren Humor.“

Die Klassenleitungen der Abschlussklassen: (v.l.n.r.) Stefan Imhäuser, Bianca Brennenstuhl und Christina Standhaft.
Foto: Dirk Maximowitz

Humorvolle Rückblicke der Schülerinnen und Schüler

Auch die Schülerinnen und Schüler selbst blickten zurück. Für die 10a sprachen Baneen Al-Msaleekh und Nour Rakan-Hasso, für die 10b Kiyan Celik und Mohamed Maramcheel. Besonders ihre Lehrer standen im Mittelpunkt.

So habe Herr Imhäuser ihnen immer beigebracht, nie aufzugeben — „als Schalke-Fan hat er selbst viel Erfahrung damit“, meinten sie keck. Frau Standhaft sei ihnen eine strenge Lehrerin gewesen: „Wenn sie sagte ‚Jetzt reicht es aber‘, diskutierte man lieber nicht mehr.“ Über Frau Brennenstuhl sagten sie augenzwinkernd: „Wir haben alles versucht: zu spät kommen, Stifte vergessen — sie ist immer nett. Das ist wohl biologisch bedingt.“

Am Ende zogen sie ein positives Fazit: „Wir sind dankbar für die gemeinsame Zeit, wir sind stolz auf das, was wir erreicht haben und wir freuen uns auf das, was noch kommt.“

Zeugnisse, Überraschungen und gemeinsames Feiern

Nach einem Klaviervorspiel von Julian Vorfahr (10b) folgte der Höhepunkt der Feier: die Zeugnisvergabe. Die Jugendlichen betraten einzeln die Bühne und erhielten neben ihrem Abschlusszeugnis eine Sammlung von Steckbriefen ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler, eine Blume und ein Abschiedsgeschenk. Einige erfuhren ihren Notendurchschnitt oder ihren Abschluss erst in diesem Moment — für viele mit einer positiven Überraschung.

Mit Gruppenfotos und einem kleinen Imbiss klang die Veranstaltung aus. Am Abend feierten die Absolventinnen und Absolventen gemeinsam mit einigen Lehrkräften weiter — in der „Jause“ in Echternhagen.