Ennepetal. In der Kluterthöhle in Ennepetal beginnt am Montag, 13. April, eine wissenschaftliche Studie zur Wirkung der Heilstollentherapie bei Schlafstörungen und Stressbelastung. Ziel ist es, zu untersuchen, ob Aufenthalte im Heilstollen die Schlafqualität verbessern und Stress langfristig reduzieren können. Für die Studie werden noch interessierte Teilnehmer gesucht.
Drei Wochen Therapie im Stollen
Die Studie mit dem Titel „Wirksamkeit der Heilstollentherapie bei Schlafstörungen und Stressbelastung“ wird vom Deutschen Heilstollenverband gemeinsam mit mehreren Therapiezentren in Deutschland und Österreich durchgeführt.
Im Mittelpunkt steht eine dreiwöchige Kur im Heilstollen der Kluterthöhle. Die Teilnehmer verbringen an fünf Tagen pro Woche jeweils zwei Stunden in der Höhle. Während dieser Zeit liegen sie warm eingepackt auf Liegen und werden von medizinisch geschultem Personal begleitet.
„Wir wollen wissenschaftlich überprüfen, ob eine dreiwöchige Heilstollentherapie chronische Schlafstörungen verringern und die Stressbelastung nachhaltig reduzieren kann“, erklärt Studienleiter Dr. med. Joachim Schwarz. Während der Studie würden verschiedene gesundheitliche Faktoren erfasst. Dazu gehören unter anderem die Schlafqualität, die subjektive Stresswahrnehmung, die Herzratenvariabilität sowie Cortisolwerte, die über Speichel- und Haarproben bestimmt werden.
Bedeutung für den Gesundheitsstandort
Mit der Teilnahme an der Studie unterstreicht die Kluterthöhle ihre Bedeutung als Standort für gesundheitsorientierte Angebote. „Die Beteiligung an dieser Studie zeigt, dass die Kluterthöhle nicht nur touristisch, sondern auch medizinisch und wissenschaftlich eine wichtige Rolle spielt“, betont Sven Twork, Leiter des Fachbereichs Klutertwelt der Stadt Ennepetal. Auch Ennepetal Bürgermeisterin Imke Heymann sieht darin ein wichtiges Signal: „Die Kluterthöhle ist ein Aushängeschild unserer Stadt. Dass hier an neuen, nicht-medikamentösen Therapieansätzen geforscht wird, stärkt Ennepetal als Gesundheitsstandort.“
Teilnahme kostenlos
Insgesamt stehen mindestens 24 Plätze für die Studie zur Verfügung. Sowohl die Teilnahme an der Untersuchung als auch die Heilstollenkur sind kostenfrei.
„Für uns ist es eine große Chance, die positiven Effekte der Heilstollentherapie wissenschaftlich untersuchen zu lassen“, sagt Sarah Droska, Leiterin der Kluterthöhle. „Wir hoffen auf viele Interessierte, die bereit sind, dieses Projekt zu unterstützen.“
Interessierte Bürger können sich direkt an Studienleiter Dr. med. Joachim Schwarz vom Deutschen Heilstollenverband wenden. Er ist unter der Telefonnummer 02747/5760346 oder per E-Mail an [email protected] erreichbar.









