Hagen. Beim ersten Qualifikationstag der Platzmann Open 2026 am Sonntag, 2. August, haben mehrere deutsche Spieler ein Ausrufezeichen gesetzt. Drei von ihnen zogen souverän in die zweite Runde ein — und ein packendes Nachwuchsduell sorgte für den Höhepunkt des Tages.
Drei Deutsche starten erfolgreich
Tim Handel legte den Grundstein für einen gelungenen Auftakt aus deutscher Sicht. Gegen den Tschechen Daniel Siniakov lag er zunächst mit einem Break zurück, steigerte sich jedoch im weiteren Verlauf deutlich. Den ersten Durchgang gewann er mit 6:4, im zweiten Satz nutzte er ein frühes Break und entschied die Begegnung schließlich mit 6:4, 6:4 für sich. „Der Anfang war ein bisschen durchwachsen, aber dann habe ich immer besser aufgeschlagen und wenig Fehler gemacht“, meinte Handel nach dem Match. Deshalb sei es am Ende aus seiner Sicht eine sehr solide Leistung gewesen.
Auch Marko Topo präsentierte sich in starker Form. Er dominierte sein Match gegen Oscar José Gutierrez von Beginn an und gewann beide Sätze klar mit 6:2, 6:2. Nach seinem Sieg sagte er: „Ich war Anfang des Jahres verletzt und bin im Ranking ein bisschen abgerutscht. Aber das Niveau ist da und ich bin im Moment sehr glücklich damit, wie ich spiele.“
Für die größte Überraschung sorgte Rudolf Molleker. Der Deutsche traf auf den an Nummer sechs gesetzten US-Amerikaner Dali Blanch und überzeugte mit einer offensiven Spielweise. Blanch leistete sich zahlreiche Fehler, Molleker nutzte die Chancen eiskalt und zog mit einem 6:4, 6:2-Erfolg in die zweite Qualifikationsrunde ein.
Weitere Deutsche scheitern knapp
Im weiteren Verlauf des Tages lief es für die deutschen Spieler weniger erfolgreich. Jannik Opitz verpasste eine Überraschung gegen den topgesetzten Kroaten Matej Dodig nur knapp. Im ersten Satz lag der 28-Jährige mit einem Break in Führung und erspielte sich beim Stand von 5:4 zwei Satzbälle bei eigenem Aufschlag. Dodig wehrte beide Chancen ab, schaffte das Rebreak und entschied den anschließenden Tiebreak mit 9:7 für sich. Im zweiten Satz fand Opitz nicht mehr zu seinem Rhythmus und unterlag mit 6:7, 2:6.
Nick Mertgens hatte in seiner Partie gegen den an Position fünf gesetzten Tschechen Maxim Mrva wenig Chancen. Er fand nur schwer in die Partie und musste sich trotz einer engagierten Leistung mit 1:6, 2:6 geschlagen geben.
Auch für Yannik Weißmann vom TC Rot-Weiß Hagen endete das Debüt auf der Challenger-Tour in der ersten Runde. Gegen den erfahrenen Argentinier Nicolás Kicker hielt er phasenweise gut mit, musste sich aber mit 2:6, 2:6 geschlagen geben.
Drei Stunden Kampf im deutschen Duell
Zum Abschluss des Tages kam es auf dem Center Court zu einem rein deutschen Duell zwischen den beiden Nachwuchsspielern Nikolai Barsukov und Mika Petkovic. Über nahezu drei Stunden lieferten sich die beiden 19-jährigen ein ausgeglichenes Match mit mit langen Ballwechseln und zahlreichen Wendungen.
Barsukov gewann den ersten Satz mit 6:4, Petkovic glich im Tiebreak des zweiten Durchgangs aus. Im entscheidenden dritten Satz blieb es bis zuletzt spannend: Petkovic erspielte sich Matchbälle, konnte diese jedoch nicht nutzen. Im Tiebreak setzte sich schließlich Barsukov mit 12:10 durch und verwandelte nach 2:57 Stunden seinen vierten Matchball zum 6:4, 6:7 (4:7), 7:6-Erfolg.
Spannende Duelle in Runde zwei
In der zweiten Qualifikationsrunde trifft Barsukov am Montag, 3. August, nun auf den an Position zwei gesetzten Argentinier Juan Bautista Torres. Außerdem kommt es zu einem weiteren deutschen Duell, wenn Tim Handel und Rudolf Molleker im ersten Match des Tages auf dem Center Court aufeinandertreffen. Marko Topo bekommt es mit dem Tschechen Dominik Reček zu tun, der am Sonntag überraschend den an Position drei gesetzten Italiener Filippo Romano aus dem Turnier warf.









