Die Biografie des ersten offiziellen Iserlohner Stadtarchivars Ludwig Schröder (1863–1934) steht am Dienstag, 3. November, im Mittelpunkt der stadtgeschichtlichen Vortragsreihe des Stadtarchivs Iserlohn. Ab 18.30 Uhr stellt der Iserlohner Literaturwissenschaftler und Lokalhistoriker Dr. Walter Wehner seine Recherchen im Fanny-van-Hees-Saal der VHS Iserlohn, Bahnhofsplatz 2, vor.
Lehrer, Schriftsteller und Heimatforscher
Schröder kam 1883 als Lehrer von Soest nach Iserlohn. Neben seiner pädagogischen Tätigkeit hielt er zahlreiche Vorträge zu literarischen und historischen Themen, schrieb Rezensionen und veröffentlichte Bücher. Zudem trat er als Rezitator von Dialekttexten auf und engagierte sich in zahlreichen Vereinen und Verbänden.
Schröder leitete neben dem Stadtarchiv auch die Volksbücherei. Als zweiter Vorsitzender der Abteilung Märkisches Sauerland des Westfälischen Heimatbundes prägte er die regionale Geschichtsarbeit. Außerdem entdeckte er den Erstdruck des Westfalenliedes.
Wehners biografische Betrachtung nimmt auch Schröders Familie in den Blick. Deren Geschichte spiegelt die Umbrüche und Katastrophen des Ersten Weltkriegs sowie die Abgründe der NS-Zeit wider.
Der Eintritt kostet 6 Euro, Ermäßigungsberechtigte zahlen 3 Euro.








