Das Schullandheim des Märkischen Kreises auf Norderney ist ein Publikumsmagnet. Auch nach umfangreichen Bau- und Modernisierungsmaßnahmen verzeichnet die Einrichtung nach Angaben des Märkischen Kreises eine sehr gute Auslastung. Damit das auch künftig so bleibt und gleichzeitig die wirtschaftliche Grundlage gesichert ist, hat der Schul- und Sportausschuss einstimmig neue Entgelte für die Jahre 2027 und 2028 beschlossen.
Hintergrund der Anpassung ist die erfolgte und laufende Modernisierung des Schullandheims auf der Ostfriesischen Insel. Allein die Gebäudekosten sind in den vergangenen Jahren gestiegen. Hinzu kam, dass das Haus wegen umfangreicher Dacharbeiten Anfang 2025 mehrere Monate geschlossen bleiben musste. Mit den nun beschossenen Entgelten verfolgt der Märkische Kreis nach eigenen Angaben zwei Ziele: Die Einrichtung soll weiterhin wirtschaftlich betrieben werden können und gleichzeitig sollen Schulklassen, Jugendgruppen und Familien nicht finanziell überfordert werden.
Für Schulklassen sowie Freizeiten der öffentlichen und freien Jugendhilfe soll der Preis für die Vollpension inklusive Kurtaxe ab 2027 moderat auf 43 Euro (November bis März; bislang: 40 Euro) sowie auf 46 Euro (April bis Oktober; bislang: 43 Euro) steigen. Zwei Begleitpersonen pro Schulklasse bleiben weiterhin kostenfrei. Deutlicher fällt die Anpassung bei privaten Aufenthalten aus: Erwachsene zahlen künftig je nach Saison 60 beziehungsweise 65 Euro pro Tag, Kinder (zwei bis sechs Jahre) künftig je nach Saison zwischen 32 und 34 Euro und Kinder und Jugendliche (sieben bis 17 Jahre) zwischen 43 und 46 Euro. Gleichzeitig gibt es einen Familienrabatt: Familien mit minderjährigen Kindern erhalten künftig zehn Prozent Nachlass auf den Reisepreis.
Die Kreisverwaltung rechnet durch die Anpassungen mit zusätzlichen Einnahmen von rund 84.000 Euro im Vergleich zum Ergebnis des Jahres 2024. Davon entfallen etwa 27.000 Euro auf Schulklassen sowie Kinder- und Jugendgruppen und rund 57.000 Euro auf private Gäste.
Kreissportbund stärkt Gemeinschaftsgefühl
Die Mitglieder des Schul- und Sportausschusses bekamen zudem Einblicke in die Arbeit des Kreissportbundes (KSB). Sebastian Pahlke war im Kreishaus Lüdenscheid vor Ort und stellte die Aufgaben und Angebote vor. Dabei machte Pahlke deutlich, dass der Kreissportbund weit mehr ist als eine reine Förderstelle. Neben Informationen zu aktuellen Förderprogrammen unterstützt der KSB die Vereine unter anderem bei rechtlichen Fragen, bei Versicherungsangelegenheiten, Steuerfragen, Satzungsänderungen oder der Vereinskommunikation. Ziel ist es, den Vereinen das nötige Werkzeug an die Hand zu geben, damit sie sich auf ihre eigentliche Aufgabe konzentrieren können: Menschen für Bewegung und Sport zu begeistern.
Schwerpunkt auf auf dem Bereich „Integration durch Sport"
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Bereich „Integration durch Sport“. Hierzu gehören unter anderem Sprach- und Bewegungscamps sowie Projekte im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus, die in enger Zusammenarbeit mit dem Märkischen Kreis umgesetzt werden. Auch Qualifizierungsangebote rund um Integration und Vielfalt spielen dabei eine wichtige Rolle. Darüber hinaus engagiert sich der Kreissportbund für mehr Bewegung im Ganztag und begleitet unter anderem das Startchancen-Programm an Schulen im Märkischen Kreis. Weitere Themen sind der Gesundheits- und Seniorensport sowie der Schutz vor Gewalt im Sport. Vereine erhalten hierzu Beratung und Unterstützung, während der Kreissportbund gleichzeitig wichtige Netzwerkarbeit auf Landesebene leistet.
Ausschussvorsitzender Stefan Herburg bedankte sich bei Sebastian Pahlke, beim Vorsitzenden Günther Nülle und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Sport gehe weit über Wettkampf und Bewegung hinaus. Die zahlreichen Angebote und Initiativen des Kreissportbundes würden das Gemeinschaftsgefühl stärken und damit einen wichtigen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt leisten. Weitere Informationen auf der Homepage: www.ksb-mk.de











