Rund 4000 Kinder werden jedes Jahr im Märkischen Kreis eingeschult. Zuvor untersucht der Kinder- und Jugendärztliche Dienst ihren Entwicklungsstand und mögliche Förderbedarfe.
Im Einschulungsjahr 2025/2026 wurden 4135 Kinder untersucht, 113 davon (2,37 Prozent) für ein weiteres Jahr vom Schulbesuch zurückgestellt. Besonders häufig stellten die Ärzte laut Kreis Auffälligkeiten bei der Sprachkompetenz fest: Bei 35,2 Prozent der Kinder war sie nicht altersgerecht. Auch bei Visuomotorik (18,7 Prozent), Körperkoordination (15,6 Prozent), Zahlen- und Mengenverständnis (14,4 Prozent), visueller Wahrnehmung und Schlussfolgern (14 Prozent) sowie selektiver Aufmerksamkeit (13,6 Prozent) gab es häufiger Auffälligkeiten.
Kreis sieht hohen Bedarf an früher Sprachförderung
Die Ergebnisse zeigen zudem den Einfluss eines längeren Kita-Besuchs: Nur 4,2 Prozent der Kinder, die mehr als drei Jahre eine Kita besucht hatten, sprachen kein Deutsch. Bei Kindern mit unzureichenden Deutschkenntnissen besuchten dagegen 70,5 Prozent keine Kita. Der Kreis sieht deshalb weiterhin einen hohen Bedarf an früher Sprachförderung.
Auch Übergewicht bleibt ein Thema: Bei 6,6 Prozent der untersuchten Kinder wurde Übergewicht festgestellt, bei 5,7 Prozent Adipositas. Der vollständige Masernschutz lag bei 94,3 Prozent, der Tetanusschutz bei 91,9 Prozent.
Der Kinder- und Jugendärztliche Dienst betont die Bedeutung der frühen Förderung. Ergänzend zur Schuleingangsuntersuchung bietet der Märkische Kreis freiwillige Entwicklungsscreenings für Kinder an, die in zwei Jahren schulpflichtig werden.
Der Bericht ist online einsehbar.









