Mit einer falschen Störmeldung auf dem Computer haben Betrüger einen 82-jährigen Plettenberger getäuscht. Der Senior gewährte den Tätern Fernzugriff auf seinen Rechner und gab Bankdaten preis. In der Folge wurden sieben Abbuchungen und Überweisungen vorgenommen.
Nach Angaben der Polizei saß der 82-Jährige an seinem Computer, als der Bildschirm plötzlich schwarz wurde und eine vermeintliche Störmeldung erschien. Darin wurde er aufgefordert, telefonisch Kontakt mit dem Microsoft-Support aufzunehmen.
Der Plettenberger rief die angegebene Nummer an. In dem etwa zweistündigen Gespräch brachte ihn ein Unbekannter dazu, eine Software für den Fernzugriff auf seinem Rechner zu installieren. Dadurch erhielt der Täter Zugriff auf den Computer. Zudem fragte er Konto-, Login- und Kreditkartendaten ab und ließ den Senior TANs generieren.
Polizei warnt vor falschen Warnmeldungen
Die Polizei warnt ausdrücklich vor dieser Betrugsmasche. Nach ihrer Einschätzung muss sich vor dem Erscheinen der vermeintlichen Störmeldung nicht zwingend Schadsoftware auf dem Computer befinden. Täter können beispielsweise die Benachrichtigungsfunktion von Webbrowsern nutzen, um gefälschte Warnmeldungen auf dem Bildschirm anzeigen zu lassen.
Wer solche Benachrichtigungen nicht benötigt, kann sie in den Einstellungen des Browsers deaktivieren. Die entsprechende Funktion findet sich häufig im Bereich „Datenschutz und Sicherheit“.
Da auch Schadsoftware solche Meldungen verursachen kann, sollten sich unerfahrene Nutzer im Zweifel an einen örtlichen Fachbetrieb oder eine kundige Vertrauensperson wenden. Fremden sollte niemals per Fernzugriff Zugriff auf den eigenen Computer gewährt werden. PINs, TANs und andere sensible Bankdaten dürfen ebenfalls nicht weitergegeben werden.








