Im Kampf um die Rückkehr in die Skaterhockey-Bundesliga haben die Samurai Iserlohn einen ersten Schritt gemacht und sich mit dem 8:3 (5:1, 1:2, 2:0) den Grundstein gelegt. In der Weinbaugemeinde im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald hat sich das Team von Robin Eckert eindrucksvoll für das Halbfinale empfohlen. Der von Michael Ritthaler trainierte HC Merdingen war chancenlos.
Weite Anreise steckt dezimierten Iserlohnern nicht in den Beinen
Knapp 500 Kilometer dauerte die Anreise ins tiefste Baden-Württemberg. Die Reisestrapazen steckten den Gästen keineswegs in den Beinen. Es rollte für das auf zehn Akteure dezimierte Team von Trainer Robin Eckert im ersten Drittel ausgezeichnet, auch wenn Brijaan Schmitten (U19-Nationalspieler, schwere Knieverletzung), Nils Albrecht (Kreuzbandriss), David Barraco (Arbeitsunfall) und Christian Dicke fehlten. Zudem waren Maximilian Otte (Grizzlys Bergkamen) und Mike Ortwein (Eisadler Dortmund) in Sachen Eishockey im Einsatz.
Samurai Iserlohn führen nach dem ersten Drittel 5:1
Durch Treffer von Tim Linke, Nico Bongard (2), Nazar Korobov und Dominik Uedickoven führten die Samurai im diesem Viertelfinale nach nur zehn Minuten richtungsweisend mit 5:0. „Wir hatten alles im Griff, aber die total überforderten Schiedsrichter wollen da einfach nicht mitspielen.“ Die Fehlbesetzung der Pfeifenmänner in den gestreiften Trikots war dafür verantwortlich, dass die schon hart geführte Partie völlig aus dem Ruder lief.
Rekordverdächtig: Fast 100 Zeitstrafen im Protokoll
In der Weinbaugemeinde im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald wird auch Skaterhockey angeboten, aber die Hausherren übertrieben die Härte. In einer Szene wurde mit Tim Linke der beste Iserlohner Scorer zu Boden gestreckt, der Pfiff mit der überfälligen persönlichen Strafe für den Merdingern Übeltäter blieb allerdings aus. Auf der anderen Seite hagelte es nach dem 0:5 Zeitstrafen gegen die Samurai. Mitunter wurden aber auch die falschen Akteure in die Kühlbox geschickt. Als Kapitän Marius Riepe allein gegen vier HC-Akteure auf dem Parkett stand, kassierte Keeper Sven Rotheuler sein erstes Gegentor.
Coach Robin Eckert: „Auch wir sind keine Unschuldslämmer“
Der 2003 gegründete Club HC Merdingen hatte sich bis in die zweite Liga vorgearbeitet und die Play-Off-Qualifikation als Vierter der Abschlusstabelle in der Südstaffel geschafft. Für den Aufstieg in die Eliteliga ist der Underdog aus Baden-Württemberg wohl noch zu schwach auf der Brust. Nach dem 3:5-Anschluss war für die Hausherren jedoch das Ende der Fahnenstange erreicht. Danach dominierten wieder die Samurai Iserlohn. „Wir sind auch keine Unschuldslämmer, haben auch hart gespielt, aber in den wenigsten Fälle unfair“, stellte Robin Eckert klar.
Am Samstag Rückspiel in der Iserlohner Heidehalle
In der sicher gut gefüllten Iserlohner Heidehalle kommt es am Samstag, 24. Oktober, (Bully: 18 Uhr) zum Rückspiel. Natürlich soll es sportlich zugehen, doch dafür braucht es auch ein Schiedsrichtergespann, das den Anforderungen für ein Play-Off-Viertelfinale gewachsen ist. „Hoffentlich tritt der HC Merdingen auch an“, orakelte Samurai-Coach Robin Eckert. Im Spiellokal hat sich zudem das Königspaar des Iserlohner Bürger-Schützen-Verein (IBSV) für einen Besuch angekündigt. Samurai-Akteur Nico Bongard hat als Mitglied der Balkenkater-Kompanie einen guten Draht zu den prominenten Gästen.
Torfolge: 0:1 (4.) Linke, 0:2 (5.) Bongard, 0:3 (6.) Korobov, 0:4 (9.) Bongard, 0:5 (10.) Uedickoven, 1:5 (16.) Zehner, 2:5 (29.) Bächle, 3:5 (33.) Mylyanyk, 3:6 (39.) Linke, 3:7 (51.) Mikus, 3:8 (54.) Mikus.
Samurai Iserlohn: Sven Rotheuler, Marius Riepe, Mats-Ole Mikus, Linus Halaczek, Lucas Kleinschmidt, Tim Linke, Robin Burns, Nazar Korobov, Nico Bongard, Philip Burns, Max Kleinschmidt, Dominik Uedickoven.
Die Ergebnisse der anderen Play-Off-Spiele: Highlander Lüdenscheid - Südmeister Badgers Spaichingen 8:4, Miners Oberhausen - Deggendorf Pflanz 10:5, Hilden Flames - Bockumer Bulldogs 4:10. Die Rückspiele finden am kommenden Samstag statt.








