Die Iserlohn Roosters verloren am Sonntag, 18. Oktober, bei den Löwen Frankfurt verdient mit 1:4. Mit ausschlaggebend für die Pleite waren zu viele Strafzeiten. Für die Sauerländer war es die fünfte Niederlage im fünften Auswärtsspiel der Saison. Die Hausherren, die ihren ersten Heimsieg feiern konnten, erzielten drei ihrer vier Treffer mit einem Mann mehr auf dem Eis.

Überregionale Nachrichten

Löwen Frankfurt – Iserlohn Roosters 4:1 (1:0, 2:0, 1:1)    

Erster Heimsieg der Löwen

Vier Heimniederlagen hatten die Löwen bei ihrer bisherigen Saisonbilanz zu Buche stehen.  Die letzten beide Spiele der Teams gegeneinander waren an die Roosters gegangen. Entsprechend zuversichtlich waren die Mannschaft und Roosters-Sportdirektor Franz-David Fritzmeier, der eine Geschichte bei den Hessen hat, an den Bornheimer Hang nach Frankfurt angereist.

Zwischen Dezember 2017 bis 2024 war Fritzmeier als Sportdirektor sowie zeitweise als Interimstrainer in Diensten der Löwen. Seit 2025 ist der frühere Roosters-Spieler als Sportdirektor bei den Sauerländern verantwortlich. Nach dem Sieg von Freitag wollten die Gäste beim Tabellennachbarn in Frankfurt das Sechs-Punkte-Wochenende perfekt machen. Dafür stand Roosters-Chefcoach Stefan Nyman bis auf den noch länger verletzten Maximilian Eisenmenger das komplette Team zur Verfügung. Im Tor stand dieses Mal Andreas Jenike.

Erstes Saisontor von Brandon Biro

Die Partie begann ausgeglichen. Den ersten Treffer erzielten die Gastgeber in Überzahl. Brandon Biro war in der 10. Spielminute erfolgreich. Es war dessen erstes DEL-Tor. Emil Jonansson saß für die Sauerländer auf der Strafbank. In der Folge vergab Julian Napravnik die bis dahin beste Chance für die Roosters bei einem Konter. Er scheiterte am herausragenden Löwen-Keeper Adam Scheel. Großen Druck konnten die Gäste auf sein Tor auch danach nicht ausüben. Auch ihre erste Überzahl konnten sie nicht nutzen. Es blieb bei der knappen Frankfurter Führung bis zur ersten Drittelpause.

Alle Motivation von Assistenz-Trainer Janne Kujala nutzte nichts, die Roosters verloren in Frankfurt.
Foto: Archivbild | Hendrik Klein

Löwen nutzen die Überzahl

Der zweite Durchgang begann für die Löwen in Überzahl, weil sich Justin Scott am Ende der ersten zwanzig Minuten noch eine dumme Strafzeit geleistet hatte. Folgen hatte das glücklicherweise da noch nicht. Mac Hollowell ließ die zweite Großchance der Gäste ungenutzt. Zwingend waren die Angriffe aber auch zu Beginn des zweiten Drittels noch nicht.

Die zweite Strafzeit von Justin Scott ließen sich die Löwen dann nicht entgehen. Timo Kose traf in der 28. Spielminute zum 2:0. Das Team von Stefan Nyman war in der Offensive viel zu harmlos. Wieder dominierten die Hausherren bei einer Strafe der Iserlohner. Emil Johansson kam gerade aus der Kühlbox zurück, da traf Markus Schweiger in der 37. Minute mit seinem ersten Saisontor zum verdienten 3:0. So ging es zum zweiten Mal in die Kabine.

Roosters-Headcoach Stefan Nyman ärgerte sich über zu viele Strafzeiten seines Teams im Spiel gegen die Löwen.
Foto: Archivbild | Hendrik Klein

Julian Napravnik trifft zum 1:3

Zu Beginn des letzten Drittels brachte Julian Napravnik mit seinem 3. Saisontor die Roosters erstmals auf die Anzeigetafel. Der Ex-Frankfurter traf in der 43. Minute zum 1:3. Jetzt kam die Hoffnung zurück auf die Iserlohner Bank. Die Chance auf den Ausgleich gab es in der nächsten Überzahl. Doch mehr als ein Pfostenschuss von Joonas Nättinen sprang dabei nicht heraus. Aber jetzt tauchten die Iserlohner wenigstens mal häufiger vor dem Löwen-Tor auf.  Die Hoffnung auf ein besseres Ergebnis zerstörte Eric Jonathan Uba in der 53. Minute mit seinem Treffer zum 4:1. Wieder ein Überzahl-Tor, während diesmal Mac Hollowell auf der Strafbank brummte. Damit war die Partie entschieden. 

Mit gesenktem Kopf verließ Roosters-Sportdirektor Franz-Davin Fritzmeier seine frühere Wirkungsstätte, die Eissporthalle am Bornheimer Hang in Frankfurt.
Foto: Archivbild | Hendrik Klein

Am Freitag, 23. Oktober, geht es für die Roosters weiter. Dann müssen die Sauerländer um 19.30 Uhr bei Red Bull München antreten.