„Lia&Lou gibt es zwar nicht mehr, aber ich bin trotzdem noch da und mache was“ – mit diesen Worten beschreibt Anca Juliana Schulte ihren künstlerischen Neustart. Nach dem Ende des gemeinsamen Start-ups hat sie ihre kreative Arbeit neu ausgerichtet und setzt nun auf ein eigenständiges Konzept, das Kunst, Events und Kooperationen miteinander verbindet.
Senior Art Director mit Leidenschaft zum Malen
Die Leidenschaft für die Malerei begleitet Anca Schulte schon seit ihrer Kindheit. „Ich habe, seit ich klein bin, immer gemalt – das Haus meiner Eltern ist bis heute voll mit meinen Bildern“, erzählt sie. Beruflich schlug sie zunächst einen anderen Weg ein: Nach zwei Ausbildungen und einem Bachelor im Mediendesign arbeitet sie heute als Senior Art Director in einer Agentur.
Die Kunst blieb jedoch stets ein fester Bestandteil ihres Lebens – und wurde schließlich wieder stärker in den Mittelpunkt gerückt.
„Lia&Lou“ als Ausgangspunkt
Mit dem Start-up „Lia&Lou“, das sie 2022 gemeinsam mit einer Freundin gründete, machte Schulte ihre Kreativität erstmals unternehmerisch sichtbar. Die Workshops des Duos waren gefragt und oft ausgebucht. Umso überraschender kam für viele das Ende 2024.
Für Schulte bedeutete das jedoch keinen Schlussstrich, sondern vielmehr einen Übergang: „Der Wunsch, mich kreativ auszuleben, war immer da. Ich wollte die Kunst nicht aufgeben.“
Anca Juliana-Art: Von Auftragsarbeiten bis Event-Malerei
Unter ihrem eigenen Namen entwickelte sie ein neues Konzept. Neben dem Verkauf ihrer Werke über ihre eigene Webseite und Social Media bietet sie inzwischen auch Auftragsarbeiten sowie sogenannte Event-Formate an. Besonders im Fokus: das sogenannte Wedding-Painting.
Dabei entsteht ein künstlerisches Gästebuch direkt am Tag der Hochzeit. „Ich wollte kein klassisches Gästebuch anbieten, das später im Keller landet“, erklärt Schulte. Stattdessen entstehe ein individuelles Kunstwerk, das Erinnerungen sichtbar mache und dauerhaft präsent bleibe.
Gemeinsam mit den Gästen gestaltet sie eine vorbereitete Leinwand, die am Ende nicht nur persönliche Botschaften, sondern auch eine künstlerische Komposition vereint. „Das Konzept ist aber nicht nur für Hochzeiten geeignet, sondern auch für Jubiläen oder Firmenevents“, findet Schulte.
Rückkehr der Workshops – aber anders
Die einst beliebten Workshops wollten Anca Schulte trotzdem nicht ganz loslassen. Und feiern daher - allerdings in veränderter Form - ein Comeback: Statt eines offenen Kursangebots setzt sie nun stärker auf Kooperationen und kleinere Gruppen.
„Es geht mir dabei nicht darum, dass jemand meinen Stil kopiert“, betont sie. „Ich möchte vielmehr eine kreative Auszeit schaffen, in der man sich frei ausprobieren kann.“
Kooperation mit dem WiesenChalet
Eine zentrale Rolle spielt dabei die Zusammenarbeit mit dem WiesenChalet. Bereits in der Vergangenheit fanden dort Workshops statt – nun wird die Kooperation neu gedacht und fest in das Konzept des Hauses integriert.
Gäste des Chalets können während ihres Aufenthalts an rund dreistündigen Kreativ-Workshops teilnehmen. Inhalte und Materialien bestimmen die Teilnehmer selbst: „Ob bemalte Leinwände oder Baumwollstoffe, entscheiden die Gäste“, erklärt Anca Schulte. Sie begleite den künstlerischen Prozess und vermittle verschiedene Techniken.
Kunst als stimmige Ergänzung
Auch unabhängig von den Workshops ist ihre Kunst vor Ort präsent: In den Räumen des Chalets hängen zahlreiche ihrer Werke, die Teil des Gesamtkonzepts sind – und bei Interesse auch erworben werden können.
Geschäftsführerin Pia Geise sieht darin eine stimmige Ergänzung: „Die Bilder bringen Ruhe in die Räume und passen perfekt zu dem Ort.“ Auch die Zusammenarbeit insgesamt füge sich harmonisch ein: „Das kreative Angebot und Ancas Ansatz unterstreichen das Konzept unseres Hauses.“
Fotogalerie
Anca Schulte sieht in dieser Entwicklung einen klaren Richtungswechsel: weg vom klassischen Workshop-Modell, hin zu einem vielseitigen, flexiblen Kunstangebot. Die Verbindung aus freier Kunst, Eventformaten und Kooperationen eröffne ihr neue Möglichkeiten – und lasse ihr gleichzeitig Raum für Weiterentwicklung. Oder, wie sie es selbst formuliert: „Ich habe einfach angefangen – ohne festen Plan. Aber genau daraus hat sich mein eigener Weg entwickelt.“
Fotogalerie
Das Besondere für die Besucher: Sie können die ausgestellten Bilder erwerben.
Fotogalerie
Anca Schultes' Bilder variieren nach eigener Aussage. Ihr Angebot bestehe aus vielen abstrakten Bildern, ihr Wiedererkennungsmerkmal sei dabei ein neueres Angebot kleiner Zeichnungen zur Vervollständigung des Bildes.
„Nicht nur die Bilder fügen sich in den Räumlichkeiten des Chalets ein, die Zusammenarbeit mit Anca und den Workshops generell ist einfach passend zu diesem ganzen Projekt und dem Ort", ergänzt Pia Geise.











