„Es ist ein besonderer Moment, gemeinsam auf ein Jahr zurückzublicken, das uns gefordert und bewegt hat — und zugleich nach vorn zu schauen auf das, was wir in Halver gemeinsam gestalten wollen“, betonte Bürgermeister Armin Kibbert am Sonntag, 11. Januar, in seiner Neujahrsrede auf dem traditionellen Neujahrsempfang der Stadt Halver.

Der Fanfarencorps der Landsknechte Halver eröffnete die Veranstaltung. Abgerundet wurde das Rahmenprogramm durch die Sternsinger der katholischen Kirche sowie durch das Violinentrio der Musikschule Volmetal — bestehend aus Emily Giesler, Emily Reimer und Musikschulleiterin Cosima Breidenstein. Ein besonderer Höhepunkt war der von Andrea Reich zusammengestellte Bildrückblick auf das Jahr 2025. Auch Reiner Klausing, Schulleiter der Humboldtschule, begrüßte die Gäste mit einer kurzen Ansprache.

Ehrenamt und Ehrung der Heimatpreisträger

Besonders im Fokus stand das ehrenamtliche Engagement, das den Zusammenhalt in Halver prägt. In diesem Zusammenhang ehrte Bürgermeister Kibbert die Heimatpreisträger — Vereine, die sich in besonderer Weise für Traditionsbewahrung, Attraktivitätssteigerung und Nachwuchsförderung einsetzen. Den ersten Platz belegte der SGV als „Hüter der Landschaft“. Den zweiten Platz erhielten die Landsknechte Halver „als musikalische Botschafter“. Der dritte Platz ging an den Fotoverein Halver. „Die Leistung ehrenamtlich Engagierter — ob jung oder alt — ist immer willkommen und kann nicht hoch genug wertgeschätzt werden. Darum die Bitte: Zögert nicht, sprecht uns an, meldet euch, probiert aus", betonte Kibbert.

Stadtentwicklung

Kibbert ließ das Jahr 2025 inhaltlich Revue passieren und verwies dabei auch auf die positive Entwicklung der Stadt: „Wir haben zentrale Projekte vorangebracht, die Halver langfristig stärken. Im Industriegebiet Weißenpferd wurde die Fahrbahn erneuert und auch die Sternberger Straße macht ihrem Namen als Straße wieder Ehre“, erklärt er.

Besonders bedeutsam sei zudem die Fertigstellung der Rahmedetalbrücke in Lüdenscheid. Nach rund vier Jahren ist die A45 nun wieder durchgängig befahrbar und der Umleitungsverkehr belaste die Region nicht mehr in dem Maße wie zuvor. Auch der Glasfaserausbau schreite laut Kibbert sichtbar voran.

Bildung, Betreuung und TUMO-Box

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf den Themen Bildung und Betreuung. „Unsere Schulen und Kitas standen 2025 erneut im Fokus. Wir haben die digitale Ausstattung verbessert, bauliche Maßnahmen — wie den energetischen und barrierefreien Ausbau der Lindenhofschule — umgesetzt und zusätzliche Betreuungsangebote geschaffen“, resümierte Kibbert. „Ein echtes Highlight war außerdem die Eröffnung der Tumo-Box am 29. November 2025 im Denkhof“.

Kultur und soziales Leben

Der Blick auf das vergangene Jahr zeige vor allem eines: "Halver lebt", sagte der Bürgermeister. So veranstaltete die Stadt zahlreiche traditionelle Feste, darunter den Weihnachtsmarkt, den Halveraner Herbst, die Kirmes sowie das Beachvolleyballturnier mit Olympioniken in der Herpine. Auch das 50-jährige Jubiläum mit der französischen Partnerstadt Hautmont sowie die Einweihung des Mahnmals für die Opfer des Nationalsozialismus und des Holocausts prägten das vergangene Jahr.

Ausblick auf 2026

Auch für das Jahr 2026 sind bereits einige Projekte geplant. „In Schöneberg wird die erste kommerzielle Windkraftanlage der neuen Generation in Betrieb gehen. In Oeckinghausen soll bei gutem Verlauf noch in diesem Jahr die erste Freiflächen-Photovoltaikanlage mit Speichertechnologie und Vor-Ort-Vermarktung entstehen und der Schulhof der Regenbogenschule am Pestalozziweg wird modernisiert“, zählte Kibbert beispielhaft auf. Darüber hinaus sollen die Angebote für Senioren weiter ausgebaut und der Kaffeeklatsch im Bürgerzentrum neu gestartet werden. „Niemand soll in Halver allein gelassen werden“, versprach Kibbert.