Mit einem Fest am Samstagnachmittag hat die Dorfgemeinschaft Ohle den neuen Wappenbaum offiziell eingeweiht. Zahlreiche Bürger versammelten sich rund um das neue Wahrzeichen des Dorfes, das nach mehr als drei Jahren wieder das Ortsbild prägt. Unter den Gästen waren auch der stellvertretende Bürgermeister Dirk Finder sowie Sonja Büsing von der LEADER-Region Lenneschiene.
Uwe Boese, Vorsitzender der Dorfgemeinschaft, begrüßte die Besucher sowie die Ehrengäste zur offiziellen Einweihung. In ihren Grußworten betonten sowohl Dirk Finder als auch Sonja Büsing die Bedeutung des Projekts für das Dorfleben. „Der Wappenbaum stellt die Gemeinschaft der Vereine in Ohle nach außen dar. Er ist ein Symbol für das gute Miteinander im Dorf“, sagte Finder. Büsing überreichte zudem eine Tafel, die die Förderung als LEADER-Kleinprojekt dokumentiert.

Der neue Wappenbaum ersetzt seinen Vorgänger, der im Oktober 2021 unerwartet auf die Straße gestürzt war. Verletzt wurde damals niemand, allerdings blieb im Ortsbild seitdem eine deutlich sichtbare Lücke zurück. Die Suche nach einer geeigneten Nachfolgelösung gestaltete sich zunächst schwierig. Ein im Jahr 2024 bereitgestellter Flutlichtmast vom ehemaligen Sportplatz Katzenbusch erwies sich letztlich als ungeeignet.
Den entscheidenden Impuls für die Umsetzung lieferte schließlich „Dorftüftler“ Franz Heimann. Er entwickelte eine maßgeschneiderte Konstruktion mit integrierter Kippfunktion, die künftige Wartungsarbeiten erleichtern soll. Auch der neue Kranz aus Lüftungsrohren stammt aus seinem Entwurf.
Finanzierung durch LEADER
Die Finanzierung stellte die Dorfgemeinschaft vor größere Herausforderungen. Nachdem erste Kostenschätzungen deutlich höher ausfielen als erwartet, brachte die Zusage von LEADER-Fördermitteln im März 2025 Planungssicherheit. Insgesamt beliefen sich die Kosten auf rund 16.000 Euro. Davon wurden 12.000 Euro über Fördermittel gedeckt, die restlichen 4000 Euro trug die Dorfgemeinschaft aus Eigenmitteln.
An der Umsetzung waren mehrere regionale Unternehmen beteiligt. Die Firma Baumhoff aus Attendorn übernahm den Bau des Mastes. Die historischen Wappenschilder wurden durch den kürzlich verstorbenen Tony Meyer sowie die Firma Noffke digitalisiert und auf Aluminiumplatten übertragen. Die Firma Arkadiusz gestaltete die Umfassung in Abstimmung mit dem Architekten.
Bereits im Oktober vergangenen Jahres war der Mast aufgestellt worden und diente zunächst als Weihnachtsbaum. Im April erfolgte schließlich die endgültige Umgestaltung zum Wappenbaum.
Uwe Boese ist zufrieden mit dem Ergebnis des Gemeinschaftsprojekts. „Das, was wir hier heute sehen, kann sich wirklich sehen lassen“, sagte der Vorsitzende und dankte allen Beteiligten und Unterstützern für ihr Engagement.








