Zu einem Netzwerktreffen zum Thema Digitalisierung trafen sich die Gesundheitsdienste des Märkischen Kreises im großen Sitzungssaal im Kreishausanbau in Lüdenscheid.
Foto: Ulla Erkens/Märkischer Kreis
Rund 100 Beschäftigte der Gesundheitsdienste des Märkischen Kreises haben sich in Lüdenscheid über den Stand der Digitalisierung ausgetauscht. Im Fokus standen Fortschritte, konkrete Projekte und die Frage, wie der Modernisierungsprozess weitergeht.
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Die Mitarbeiter kamen im großen Sitzungssaal des Kreishausanbaus zusammen. Thema waren die Ergebnisse aus dem „Pakt für den öffentlichen Gesundheitsdienst“. Die Gesundheitsbehörde hat in den vergangenen Jahren an Digitalisierung, Qualität und effizienteren Abläufen gearbeitet.
Für diesen Prozess standen dem Märkischen Kreis rund 1,8 Millionen Euro aus Fördermitteln von Bund und Land zur Verfügung. Die Mittel sind inzwischen eingesetzt worden. Nun soll die Entwicklung verstetigt werden.
Veronika Strotbaum, Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz, machte in ihrem Impulsvortrag deutlich, dass die begonnenen Veränderungen langfristig weitergeführt werden müssen.
Landrat Ralf Schwarzkopf betonte die Bedeutung der Digitalisierung. „Wir müssen unsere Arbeit stärker digitalisieren, um sie effizient zu erledigen“, sagte er. Mit Blick auf den Fachkräftemangel verwies er auf den bevorstehenden Ruhestand vieler Beschäftigter der Babyboomer-Generation.
Konkrete Projekte und neue Werkzeuge
In verschiedenen Beteiligungsformaten tauschten sich die Beschäftigten über Erfahrungen aus und entwickelten neue Ideen. Die Beschäftigten konnten digitale Anwendungen direkt vor Ort testen.
Zu den umgesetzten Maßnahmen zählen:
eine Digitalisierungsstrategie für den Gesundheitsbereich
ein IT-Sicherheitskonzept und eine Datenschutzleitlinie
neue Kommunikationsstrukturen und Digitallotsen
eine digitale Infektionsschutzbelehrung
eine Schulungsplattform
ein Transkriptionstool
In verschiedenen Werkstätten hatten die Mitarbeiter des Gesundheitsamts Gelegenheit, sich über den Digitalisierungsprozess auszutauschen und neue Ideen zu entwickeln.
Foto: Ulla Erkens/Märkischer Kreis
Blick nach vorn
Aktuell arbeitet der Märkische Kreis am Ausbau von Online-Angeboten, an der Modellierung von Prozessen sowie an einer Videosprechstunde als Pilotprojekt.
„Wir haben uns gut aufgestellt“, sagte Leslie Kamphuis, Fachbereichsleiterin. Sie rief dazu auf, den Austausch zu nutzen und die weitere Entwicklung aktiv mitzugestalten.