Auf die rund zweistündige Diskussion rund um den geplanten Neubau des Feuerwehrgerätehauses folgte in der Sitzung des Bau- und Planungsausschusses am Dienstag, 10. Februar, unmittelbar die Vorstellung des nächsten Millionenprojekts.

Überregionale Nachrichten

Dabei geht es um die geplante Sanierung der Viktoriastraße. Vertreter des beauftragten Planungsbüros Bramey.Bünermann waren bei der Sitzung ebenfalls anwesend und stellten die Planung vor. Die Kosten für die Sanierung des etwa 800 Meter langen Teilstücks soll mit rund 1,7 Millionen Euro zu Buche schlagen.

Im Rahmen der Sanierung soll nicht nur die beschädigte Fahrbahndecke repariert, sondern auch die Sicht hinter der Kurve der Hausnummer 43 sowie die Überflutungssituation für Anlieger auf der Talseite entschärf werden. Darüber hinaus, so die Vertreter des Planungsbüros, sei von dort aus auch eine Anbindung an den Verbindungsweg "Am Sundern" und die Bürgerbushaltestelle gegeben, außerdem sei der bergseitige Gehweg günstiger. Bei dieser Variante sei jedoch die Schaffung von Querungen erforderlich - zum Spielplatz und dem bereits vorhandenen Gehweg entlang der Viktoriastraße.

Ein Zebrastreifen, so erklärte Fachbereichsleiterin Silvia Gonzalez Algaba auf eine Anfrage aus dem Ausschuss, sei dort nicht zulässig, da die zuständige Straßenverkehrsbehörde des Märkischen Kreises in Verbindung mit dem bereits an der Viktoriastraße geltenden Tempo 30-Limits dies nicht erlaube. Der neue Gehweg soll außerdem mit einem hohen Bordstein versehen werden, der nur an den Einfahrten der Anwohner entsprechend abgesenkt wird - um ein Zuparken zu verhindern. Als Zeitpunkt des Baubeginns wird das dritte Quartal dieses Jahres angepeilt.

"Die Anwohner werden ihre Grundstücke auch während der Arbeiten erreichen können"

Die Baumaßnahme kann nur unter Vollsperrung durchgeführt werden - die jedoch nicht zu Lasten der Anwohner gehen soll, wie Fachbereichsleiter Alexander Gundlach betonte: "Die Anwohner werden ihre Grundstücke auch während der Arbeiten erreichen können - entweder fußläufig, wie auch während der Sanierung der Asenbach, oder sogar mit dem Auto."

Apropos Asenbach: Anders als bei der dortigen Sanierung, bei der der Zuschuss des Landes Nordrhein-Westfalen und damit auch die finalen Kosten für die Anwohner noch ungewiss seien, geht die Verwaltung im Fall der Viktoriastraße von einer Erstattung in Höhe von 30 Prozent der 1,34 Millionen für den Straßenbau und in Höhe von 50 Prozent der 357.000 Euro für den Gehweg aus. Die Anwohner, so erklärte Gundlach, sollen daher nicht belastet werden.

Das Gremium stimmte einstimmig über die Beschlussvorlage ab.