Der Rat hat in seiner Sitzung am Montag, 23. März, grünes Licht für neue Windkraftanlagen gegeben.
Bürgermeisterin Birgit Tupat berichtete eingangs von den zwischenzeitig mit der Mark-E geführten Gesprächen. Rat und Verwaltung befürchteten, dass die insgesamt fünf von der Mark-E geplanten Anlagen eine "bedrückende Wirkung" auf die Anwohner haben könnten.
Tupat hatte diesbezüglich positive Nachrichten zu verkünden: "Für die Anlage im Bereich Herlsen ist der Standort verändert worden. Sie wird nach hinten in den Hang zurückgesetzt“, erklärte sie. Außerdem sei bei den Anlagen zwei und drei seitens der Mark-E die Höhe reduziert worden, zudem soll die Anlage drei, die im Bereich Brenscheid entstehen soll, ein Stück weiter in den Hang gerückt werden. Bei der Anlage vier soll es bei der geplanten Höhe von 162 Metern bleiben, die Anlage fünf soll 132 Meter hoch werden. Die Mark-E plant die Errichtung von Windkraftanlagen in den Bereichen westlich von Höllerhagen und zwischen Herlsen und Brenscheid.
"Hier geht es um Zukunftssicherung"
Jens Philipp Olschewski, Fraktionsvorsitzender der CDU, dankte zunächst für die "sehr aufschlussreichen Ortsbesichtigungen". Und zeigte sich dem Projekt gegenüber offen: "Unsere Fraktion findet Windräder nicht schön, aber hier geht es zum Zukunftssicherung. Wir sind deshalb der Meinung, dass die Anlagen zustande kommen sollten, gerade auch unter dem Gesichtspunkt, dass die Mark-E scheinbar zurückgerudert ist."
"Die UWG möchte der Planung nicht im Wege stehen"
Auch Marvin Hommeltenberg, Ratsherr der UWG, schloss sich an: "Wir stehen der Planung sehr positiv gegenüber und halten es für wichtig, uns um erneuerbare Energien zu kümmern." Darüber hinaus ginge es bei den Walzwerken auch um heimische Arbeitsplätze und "darum, in Deutschland nachhaltig produzieren zu können. Das möchten wir unterstützen, daher möchte die UWG der Planung nicht im Wege stehen."
"Wir stehen dem Prozess sehr offen gegenüber"
Resul Gökdag, Fraktionsvorsitzender der SPD, erklärte, "in den vergangenen Wochen eine Menge über Windkraft gelernt zu haben". Darüber hinaus stehe seine Fraktion "dem Prozess sehr offen gegenüber". So hofft Gökdag auf ganz viele Gewinner und wünscht sich, dass auch die Bürger und die Gemeinde eine Gelegenheit zur Beteiligung bekommen.
"Noch können wir Einfluss auf die Planungen nehmen"
Der fraktionslose Ratsherr Matthias Lohmann betonte, dass man aktuell noch Einfluss auf die Planungen nehmen könne. "In ein paar Jahren ändert der Gesetzgeber eventuell die Mindestabstände. Dann sind wir fremdbestimmt und können die Tatsachen nur noch als gegeben hinnehmen."
Der ebenfalls fraktionslose Ratsherr Armin Speckmann pflichtete ihm bei: "Noch haben wir Handlungsspielraum, deshalb sollten wir jetzt Lösungen finden, sonst werden uns Spargel von größerer Höhe vorgesetzt. Deswegen befürworte ich die Vorhaben, wenn auch widerstrebend."
Das Gremium stimmte am Ende der Debatte einstimmig über die Positivplanung ab.
Im nächsten Schritt müssen die Investoren nun ein Genehmigungsverfahren durchlaufen.











