An begrünten Hausfassaden sieht man meist Efeu oder wilden Wein. Doch es geht auch anders: Statt Kletterpflanzen setzt der Schalksmühler Unternehmer Yanik Schilling auf spezielle Moosmodule, die direkt an Hauswänden angebracht werden.
Schilling, der mit seinem Unternehmen "Print & Smile" inzwischen in Lüdenscheid ansässig ist, hat sich bislang vor allem mit individuell gestalteten Firmenlogos beschäftigt. Nun sei sein Betrieb nach eigenen Angaben der erste Anbieter im Märkischen Kreis, der diese ungewöhnliche Form der Fassadenbegrünung anbietet.
Beitrag zum Mikroklima
Neben der optischen Wirkung sollen die Moosflächen vor allem einen Beitrag zum Stadtklima leisten. Nach Angaben des Herstellers "Greenovation", mit dem Schilling zusammenarbeitet, könne das Moos bis zu acht Liter Regenwasser pro Quadratmeter aufnehmen. Verdunstet das gespeicherte Wasser anschließend wieder, entstehe ein kühlender Effekt, der insbesondere an heißen Sommertagen das Mikroklima rund um das Gebäude verbessern könne.
Zudem würden Staub- und Schmutzpartikel durch Regen von der Oberfläche abgewaschen. Chemische Zusätze oder eine regelmäßige Bewässerung seien nicht erforderlich, sagt der Hersteller.
Wartungsfrei und rückstandslos entfernbar
Im Gegensatz zu klassischen Fassadenbegrünungen benötigen die Moosmodule laut Schilling keine aufwendige Pflege. Auch Dünger oder Pflanzenschutzmittel seien nicht notwendig. Sollte die Begrünung später entfernt werden, lasse sie sich nach Angaben des Unternehmens rückstandslos zurückbauen.
Neben Außenfassaden eignet sich das System auch für den Innenbereich. In seinem Unternehmen gestaltet Yanik Schilling bereits seit Längerem Firmenlogos und Wandflächen aus konserviertem Moos. Für die Außenanwendung gibt der Hersteller sechs Jahre Garantie, für den Innenbereich zehn Jahre.
Je nach Kommune können Fassadenbegrünungen zudem über bestehende Förderprogramme unterstützt werden. Die Kosten richten sich nach Größe und Ausführung des jeweiligen Projekts.









