„Das ist Hightech!“ – Stefan Zimmermann muss nicht lange überlegen, wie er den jüngsten Schritt seines Unternehmens einordnet. Der geschäftsführende Gesellschafter der Heinz Zimmermann Stanztechnik hat sechs spezialisierte Stanzautomaten übernommen und damit den Zugang zu völlig neuen Branchen geöffnet.
Auslöser war das Aus eines hochspezialisierten Unternehmens in Süddeutschland. Ein Großkunde suchte kurzfristig einen neuen Partner für anspruchsvolle Präzisionsteile und machte Zimmermann auf die Gelegenheit aufmerksam. Gegen drei Mitbewerber setzte sich das Plettenberger Unternehmen durch. Ende 2024 fiel die Entscheidung, begleitet von rechtlicher Unterstützung durch die Prange Gruppe.
Produktion unter laufendem Betrieb
Die Integration der Maschinen erfolgte ohne Stillstand. Während der laufenden Produktion wurden die Anlagen ins Sauerland verlagert und installiert. Seit Januar laufen die neuen Produkte vom Band. „Das war eine anspruchsvolle Phase, aber sie hat funktioniert“, sagt Zimmermann.
Präzision für sensible Branchen
Die neuen Bauteile gehen weit über das bisherige Portfolio hinaus. Es sind kleine Komponenten – und doch entscheidend. Teile für Herzschrittmacher. Sensoren für die Luftfahrt. Metallgehäuse, die Hitze standhalten müssen, absolut dicht, zuverlässig. Produkte, bei denen Fehler keine Option sind.
Strategische Erweiterung
Bislang lag der Schwerpunkt auf Automotive, Bau und Elektro. Die neuen Produkte ergänzen dieses Geschäft gezielt. Die übernommenen Maschinen wurden speziell angepasst, die Belegschaft entsprechend weiterqualifiziert. „Mit diesen Produkten sind wir nicht leicht austauschbar“, betont Zimmermann.
Wachstumsperspektive
Aktuell beschäftigt das Unternehmen 31 Mitarbeiter. Zwei bis drei zusätzliche Fachkräfte werden gesucht. Das Projekt gibt dem Betrieb eine klare Perspektive – und stärkt seine Position im Wettbewerb.









