Menden. Ein historisches Wohnhaus an der Gerberstraße in Menden gehört zu den Gewinnern des Bundespreises für Handwerk in der Denkmalpflege 2026. Die Auszeichnung würdigt die fachgerechte Sanierung und den Erhalt historischer Bausubstanz. Insgesamt sieben Projekte aus Westfalen-Lippe erhielten den Preis.
Das Mendener Wohnhaus belegte den dritten Platz. Zwei erste Preise gingen an das Herrenhaus Harkotten in Sassenberg im Kreis Warendorf und die Alte Rentei in Nieheim im Kreis Höxter. Den zweiten Preis erhielt das Mausoleum Schuchard in Warburg-Calenberg. Das Mauerhaus in Rheine wurde mit dem Wolfgang-und-Ursula-Engelbarts-Preis ausgezeichnet.
Den ideellen Handwerkerpreis erhielten außerdem die Kapelle der Doppelschlossanlage Harkotten und ein Handwerkerhaus in Telgte. Beide Gebäude liegen im Kreis Warendorf.
Handwerk als Schlüssel zum Denkmalschutz
Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz und der Zentralverband des Deutschen Handwerks vergeben den Bundespreis jährlich in zwei Bundesländern. 2026 waren Nordrhein-Westfalen und Bremen an der Reihe. Der Preis ist mit insgesamt 30.000 Euro je Bundesland dotiert.
LWL-Chefdenkmalpfleger Dr. Holger Mertens betonte die Bedeutung des Handwerks für den Erhalt des kulturellen Erbes. Die ausgezeichneten Projekte zeigten, wie durch die Zusammenarbeit von Denkmalpflege, Eigentümern, Handwerk und Planung beispielhafte Lösungen für historische Gebäude entstehen können.








