Gehackte Konten und gestohlene Passwörter sind auch im Märkischen Kreis regelmäßig ein Fall für die Polizei. Vor kurzem traf es gleich zwei Meinerzhagenerinnen.

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Zwei Meinerzhagenerinnen haben am Mittwoch, 17. Juni, unabhängig voneinander Anzeigen bei der Polizei erstattet. Bei beiden ging es um Datenveränderung und das Ausspähen von Daten: Anscheinend wurden ihre Konten bei Verkaufsplattformen manipuliert und in ihrem Namen zahlreiche Waren im Internet angeboten oder es wurde versucht, Artikel zu kaufen. Wie die Täter Zugang zu den Konten bekommen haben, versucht nun die Polizei zu klären. "Die Frauen haben jedenfalls richtig gehandelt, umgehend die Polizei zu informieren", erklärt Christoph Hüls aus der Polizei-Pressestelle.

Er warnt: Oft machen es die Opfer den Betrügern sehr leicht, indem sie einfache Passwörter verwenden. "12345" gehört immer noch zu den beliebtesten "Geheimwörtern". Doch im Internet ist das wie Haustürschlüssel unter der Fußmatte: ein völlig vergeblicher "Schutz". Viele sind sich der Gefahren und Folgen nicht bewusst, die solche Kennwörter haben können. Die Meinerzhagenerinnen wurden schnell auf die Bewegungen in ihren Konten aufmerksam.

Wenn Betrüger mit fremden Namen und Konten agieren, so richten sich später möglicherweise Schadensersatzforderungen und polizeiliche Ermittlungen gegen den Kontoinhaber. Eine besondere Rolle kommt dem E-Mail-Fach zu. Bekommen Betrüger Zugang zu dem elektronischen Postfach, ist das eine Art Generalschlüssel: Die Täter sehen, welche weiteren Online-Konten bestehen und können bei diesen Diensten Passwort-Änderungen veranlassen.

Sichere Passwörter sollten aus mindestens zwölf Groß- und Kleinbuchstaben, Sonderzeichen und Zahlen bestehen. Merksätze sind leichter zu behalten als sinnlose Kombinationen. Wenn möglich, sollten Nutzer die Zwei-Faktor-Authentifizierungen nutzen. Dabei muss der Nutzer das Einloggen zusätzlich auf einem anderen Gerät, zum Beispiel dem Handy, bestätigen.