Lungenkrebs bleibt in Nordrhein-Westfalen die häufigste krebsbedingte Todesursache. Gleichzeitig raucht noch immer knapp jeder fünfte Mensch im Land.
Lungen- und Bronchialkrebs bleibt in Nordrhein-Westfalen die häufigste krebsbedingte Todesursache. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) anlässlich des Weltnichtrauchertags am 31. Mai mitteilt, starben 2024 insgesamt 11.410 Menschen an der Erkrankung.
Damit war Lungen- und Bronchialkrebs für 5,2 Prozent aller Sterbefälle verantwortlich und die häufigste krebsbedingte Todesursache im Land. Gegenüber dem Vorjahr stieg der Anteil leicht um 0,2 Prozentpunkte. Im Zehnjahresvergleich zeigt sich ein Rückgang: 2014 lag der Anteil noch bei 6,2 Prozent.
Anteil bei Männern sinkt
Während der Anteil der an Lungen- oder Bronchialkrebs Verstorbenen bei Männern von 8,2 Prozent im Jahr 2014 auf 6,0 Prozent im Jahr 2024 sank, blieb er bei Frauen vergleichsweise stabil. Zuletzt lag er bei 4,4 Prozent. Insgesamt waren 57 Prozent der an Lungenkrebs Verstorbenen Männer.
Das durchschnittliche Sterbealter betrug 72,6 Jahre und lag damit rund sieben Jahre unter dem Durchschnitt aller Verstorbenen in Nordrhein-Westfalen.
Oberhausen mit höchstem Anteil
Regional zeigen sich deutliche Unterschiede. Den höchsten Anteil an Todesfällen durch Lungen- und Bronchialkrebs verzeichnete Oberhausen mit 6,6 Prozent. Im Oberbergischen Kreis lag der Wert mit 3,8 Prozent am niedrigsten.
Knapp jeder Fünfte raucht
Rauchen zählt zu den wichtigsten Risikofaktoren für Lungenkrebs. Nach ersten Ergebnissen des Mikrozensus rauchten 2025 in Nordrhein-Westfalen 19,4 Prozent der Bevölkerung ab 15 Jahren. Die meisten Raucher griffen dabei zur klassischen Zigarette: 83,7 Prozent gaben an, überwiegend Zigaretten zu konsumieren. 10,2 Prozent nutzten hauptsächlich E-Zigaretten.
Mehr als vier Fünftel der Menschen in Nordrhein-Westfalen (80,6 Prozent) bezeichneten sich als Nichtraucher. Von ihnen hatte allerdings knapp jeder Vierte früher bereits geraucht.
Männer rauchen häufiger als Frauen
Männer rauchen weiterhin häufiger als Frauen. Während 22,7 Prozent der Männer angaben zu rauchen, lag der Anteil bei den Frauen bei 16,1 Prozent. Besonders deutlich fällt der Unterschied bei den 25- bis 34-Jährigen aus: In dieser Altersgruppe rauchten 29,1 Prozent der Männer, aber nur 16,3 Prozent der Frauen.
Generell ist Rauchen vor allem in den mittleren Altersgruppen verbreitet. Bei den 35- bis 54-Jährigen lag die Raucherquote 2025 bei mehr als 24 Prozent. Deutlich seltener griffen ältere Menschen zur Zigarette: In der Altersgruppe ab 65 Jahren rauchten lediglich 12,2 Prozent und damit nur etwa halb so viele Menschen wie in den mittleren Jahrgängen.









