Die Stadt Lüdenscheid hat in den letzten eineinhalb Jahren erfolgreich am Projekt „Kommunaler Nachhaltigkeitshaushalt“ teilgenommen. Bereits am 20. Mai überreichte Staatsekretär Viktor Haase vom Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes NRW der Stadt dafür eine Urkunde.
Nachhaltigkeit wird Teil des städtischen Haushalts
im Kongresszentrum in Dortmund nahmen Stadtkämmerer Sven Haarhaus und Stefan Tackmann vom Fachdienst Umwelt- und Klimaschutz/Grünflächenplanung die Urkunde entgegen. Damit zählt Lüdenscheid bundesweit zu einer der wenigen Kommunen, die alle drei Säulen der Prozesskette Nachhaltigkeit erarbeitet haben – die Nachhaltigkeitsstrategie 2021, den Nachhaltigkeitsbericht 2022 und den Nachhaltigkeitshaushalt 2026.
Die Aufstellung eines Nachhaltigkeitshaushaltes hat die Stadt Lüdenscheid mit all ihren Fachdiensten in den vergangenen eineinhalb Jahren durchlaufen und hat Ziele, Indikatoren und Kennzahlen entwickelt, die ab 2028 Einzug in den städtischen Haushalt erhalten. Das Thema Nachhaltigkeit werde somit messbar und ermögliche ein transparentes, zukunftsorientiertes Verwaltungshandeln: "Ziel ist es, mit den städtischen Finanzen bewusst im Sinne des Nachhaltigkeitsgedankens zu wirtschaften", erklärt die Stadt Lüdenscheid.
Unterstützt wurde die Stadt dabei von der Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW, gefördert durch das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen. Neben Lüdenscheid haben auch die Stadt Paderborn sowie der Kreis Recklinghausen einen kommunalen Nachhaltigkeitshaushalt erarbeitet.
Ziel des Projektes ist es, die Nachhaltigkeit im Kerngeschäft der Verwaltungen zu positionieren. In nahezu allen Kommunen sind die kommunalen Finanzressourcen begrenzt. Hier liegt der Ansatz, eine wirkungsorientierte Nachhaltigkeitssteuerung im Haushalt zu verankern und so die Städte zu einer zukunftsorientierten und nachhaltigen Kommune zu führen. Über strategische und operative Ziele und Kennzahlen wird der Einsatz von Finanzmitteln transparent gemacht und folgt dem Ziel eines ressourcenschonenden, nachhaltigen Umgangs. In der Praxis wurden zu Beginn verschiedene verwaltungsinterne Arbeitsgruppen gebildet. Es folgten eine Bestandsaufnahme sowie das Kernstück – die Erarbeitung individueller Ziele und Kennzahlen für jedes Produkt.








