Die Gründe für ihren Wechsel, betont die Psychologin und Sozialpädagogin, sind rein beruflicher Natur: Auf einen Masterabschluss der Beratungspsychologie soll nun noch ein weiterer in Wirtschaftspsychologie folgen. Ein neues Arbeitsumfeld – konkret in der Drogenberatung – mache also Sinn und passe besser zu ihren Abschlüssen. Die Zeit in der Volmegemeinde habe ihr jedoch nicht nur riesigen Spaß gemacht, sondern sie auch „persönlich und fachlich weitergebracht.“
„Ich nehme sehr viel mit“
Am 1. Januar 2024 übernahm Loreta Gjestila die Leitung des Jugendzentrums. Zunächst war sie noch alleine, das Team entstand erst in den darauffolgenden Monaten. Für ihre Stellvertretung Lena Steinbach, die drei Minijobber und die Ehrenamtlichen, die sich im Jugendzentrum engagieren, hat sie nur Lob übrig: „Wir haben es geschafft, ein Team zu werden. Unsere Zusammenarbeit hat immer super funktioniert.“
Auf die Frage, worauf sie rückblickend besonders stolz ist, muss Loreta Gjestila nicht lange überlegen: „Ich habe ein Schutzkonzept gegen sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen erarbeitet und anschließend mit allen Mitarbeitern besprochen. Wir hatten nie konkrete Ereignisse hier im Haus, aber im Fall der Fälle macht uns ein solches Konzept sofort handlungsfähig.“
Als weitere Höhepunkte ihrer Arbeit nennt sie die zahlreichen Aktionen und Feste, die das Jugendzentrum im vergangenen Jahr veranstaltet hat: „Der Stöbertag, Karneval, Halloween – wir hatten so viele schöne gemeinsame Erlebnisse mit den Kindern und Jugendlichen.“
Auch das einmal wöchentlich stattfindende Mittagspausenangebot an der Primusschule bezeichnet Gjestila als wichtigen Teil ihrer Arbeit: „Es ist für uns eine Möglichkeit, mit den Kindern und Jugendlichen in Kontakt zu treten.“ Auch mit dem sozialen Dienst der Schule, erklärt sie weiter, habe sie im steten Austausch gestanden.
Jugendzentrum ist ein zentraler Treffpunkt in der Gemeinde
Alle Angebote erfahren regen Zulauf, wie Gjestila betont: „Es sind jeden Tag zahlreiche Kinder und Jugendliche hier. Wir spielen Billard, Kicker, basteln, kochen und backen gemeinsam. Der Austausch und der Kontakt mit den jungen Menschen war immer sehr bereichernd, genauso wie der mit den Eltern.“
In ihrer Zeit im Jugendzentrum, erklärt Loreta Gjestila, habe sie versucht, ihren Fokus auf die Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen zu richten: „Wir entscheiden ganz oft gemeinsam, was gemacht werden soll. Die Ideen der Kinder werden ständig gesammelt, und wir versuchen, möglichst allen Wünschen gerecht zu werden.“
“ Die Jugendlichen der Gemeinde zeichnen sich besonders durch ihre Hilfsbereitschaft aus, speziell gegenüber den jüngeren Kindern. Der Umgang mit ihnen hat mir immer sehr viel Spaß gemacht.“
„Man muss sich im Leben immer weiterentwickeln“
Der Abschied von der Volmegemeinde fällt Loreta Gjestila sichtlich schwer: „Es war am Ende wirklich eine rein berufliche Entscheidung. Mein aktuelles Studium und der von mir angestrebte Masteranschluss passen besser zu meinem neuen Tätigkeitsfeld, der Drogenberatung“, betont sie. Für den zweiten Masterabschluss hat sie sich aus einem Grund entschieden: „Man muss sich im Leben immer weiterentwickeln.“ Ihr erklärtes Ziel, fügt sie hinzu, ist es, „Menschen zu beraten und damit zu helfen, einen Ausweg aus schwierigen Lebenssituationen zu finden.“
Ein paar Tage im Jugendzentrum bleiben ihr noch, am 17. April endet ihre Tätigkeit – mit einem Ausflug in die Hagener Lasertag-Halle, der im Rahmen des Ferienspaßes stattfindet. Ob der Kontakt zum Team bestehen bleiben wird? „Selbstverständlich“, erklärt sie mit einem Lächeln.