Die für Samstag, 7. März, geplante Hilfsgütersammlung des Vereins Kinder von Tschernobyl muss abgesagt werden. Grund ist die überwältigende Spendenbereitschaft aus dem Märkischen Kreis und dem Oberbergischen Kreis: Bereits am 7. Februar erreichten so viele Sachspenden das Sammellager in Kierspe, dass die Kapazitäten nun vollständig ausgeschöpft sind.

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„Am Standort Vorth 2 ist das Lager derzeit bis unter das Dach gefüllt“, teilt der Verein mit. Für den nächsten Transport seien unter anderem gut erhaltene Kleidung, Wäsche, Spielzeug, Matratzen, Kinderbetten, Kinderwagen und Rollatoren zusammengekommen. Weitere Sachspenden könnten daher momentan nicht angenommen werden.

Nächster Transport führt nach Bila Zerkwa

Der kommende Hilfstransport ist für den 13. April vorgesehen. Ziel ist die ukrainische Stadt Bila Zerkwa mit rund 200.000 Einwohnern. Dort haben zahlreiche Geflüchtete aus den östlichen Landesteilen Zuflucht gefunden.

Empfänger der Hilfsgüter ist eine örtliche Kirchengemeinde, die sich intensiv um Flüchtlinge und Bedürftige kümmert. Pastor Stepan dankt regelmäßig für die Unterstützung aus der Region, da die Lieferungen direkte Hilfe vor Ort ermöglichen.

Neben den Transporten finanziert der Verein auch eine Armenküche in Bila Zerkwa. Dort erhalten werktäglich etwa 60 bis 70 Menschen eine nahrhafte Suppe – für viele die einzige warme Mahlzeit des Tages.

Neue Sammlung im Mai geplant

Nach dem April-Transport werde im Mai erneut zu Sachspenden für die Ukraine aufgerufen, kündigt der Verein Kinder von Tschernobyl an. Informationen zur Vereinsarbeit sind unter www.kvt-kierspe.de abrufbar. Auch die Vorsitzende Gisela Steinbach steht unter der Telefonnummer 02359/903173 für Auskünfte zur Verfügung.